BMW und Mercedes: China ist der beste Markt

Die deutschen Autohersteller profitieren stark von der großen Nachfrage aus China. Der steigende Umsatz in Asien kann sogar die Schwierigkeiten aus Europa ausgleichen. Europa hat für BMW und Mercedes an Bedeutung verloren.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Automobilherstellern haben die deutschen Unternehmen wie VW, BMW und Mercedes einen Absatzmarkt, der die Krise in Europa einigermaßen ausgleicht. China ist in den vergangenen Jahren sehr wichtig geworden. Hier werden noch Rekord-Verkaufszahlen erreicht.

Bei Mercedes, Audi und BMW werden auch in der traditionellen Sommerpause keine Werke vorübergehend geschlossen sein. Entweder es wird weiter gearbeitet oder die Werke werden für neue Modelle umgerüstet. Der Hintergrund ist die gute Nachfrage aus den USA und vor allem aus China.

Während die Nachfrage nach neuen Autos im europäischen Raum auf einem 20-Jahres-Tief liegt und stetig abnimmt, steigen die Verkaufszahlen für die großen deutschen Autohersteller außerhalb Europas. „Das Wachstum für die deutschen Autohersteller in den USA und in China übersteigt die Verlangsamung in Europa“, zitiert Bloomberg einen Analyst vom Bankhaus Lampe. „Europa ist nicht mehr so wichtig wie früher für die deutschen Luxus-Autobauer“.

„Wir rechnen mit einem weiteren Jahr mit Rekordverkäufen“, bestätigte der Mercedes-Sprecher Martin Steinlehrner. „Wir haben unsere Produktion in den meisten unserer Werke nicht verlangsamt“. Die Mercedes-Lieferungen sind im Mai noch einmal um 7,3 Prozent auf 121.360 Fahrzeuge gestiegen. Der Umsatz in den ersten fünf Monaten dieses Jahres verbesserte sich um 5,9 Prozent.

Auch bei BMW und Audi sieht es gut aus. BMWs April-Absatz in China stieg um 11 Prozent, in den USA wuchs er um acht Prozent. Der Umsatz von Audi stieg dank der hohen Nachfrage aus China und den USA im Mai um 6,4 Prozent auf über 137.000 Autos. VW ist in China ebenfalls sehr gut aufgestellt. Bis 2015 sollen weiter zehn Milliarden Euro in neue Werke in China fließen. VW-Chef Winterkorn wurde sogar als einer von 14 Top-Berater des chinesische Ministerpräsident Li Keqiang auserkoren (hier).


media-fastclick media-fastclick