Chaos bei Berggruen: Karstadt-Chef schmeißt hin

Wegen Differenzen mit Karstadt-Retter Berggruen wird Vorstandschef Jennings den Konzern zum Ende des Jahres verlassen. Die Suche nach einem Nachfolger läuft bereits, der die schwierige Sanierung fortführen soll.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic
Nicolas Berggruen will kein eigenes Geld zur Karstadt-Rettung investieren.

Nicolas Berggruen will kein eigenes Geld zur Karstadt-Rettung investieren.

Vorstandschef Andrew Jennings wirft beim Karstadt-Konzern offenbar das Handtuch. Eigentümer Nicolas Berggruen sucht einen neuen Vorstandschef für den kriselnden Warenhaus-Konzern. Der Streit mit den Gewerkschaften hält an.

Der Brite Andrew Jennings wolle seinen Ende 2013 auslaufenden Vertrag nicht verlängern, berichtet die Bild-Zeitung unter Berufung auf Aufsichtsratskreise. Er werde aber solange bleiben, bis ein Nachfolger gefunden ist. Grund für die Trennung sind Differenzen über die Strategie zur Rettung des Konzerns. Jennings soll kritisiert haben, dass sich Berggruen nach wie vor weigert, eigenes Geld in das schwer angeschlagene Unternehmen zu stecken.

Berggruen hatte die Kaufhauskette im Jahr 2010 gerettet. Zum 1. Januar 2011 holte er Jennings als Vorstandsvorsitzenden nach Essen. Doch die Sanierung stellt sich schwierig dar. Der Umsatz ist seit Oktober um 10 Prozent zurückgegangen (mehr hier).

Im Mai war Karstadt aus der Tarifbindung für den Einzelhandel ausgestiegen. Die Gewerkschaft Verdi kritisierte dies heftig und sagte, die Belegschaft dürfe nicht für Fehler des Managements in Haftung genommen werden.

Berggruen sagte: „Die Verdi-Funktionäre kämpfen gerade bei Karstadt nur um ihre eigene Macht als Gewerkschaft auf Kosten der Belegschaft.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***


media-fastclick media-fastclick