USA: Banken legen wieder Immobilien-Schrottpapiere auf

In den USA bildet sich derzeit wieder eine Immobilienblase. Die Preise steigen wieder. Besonders irritierend: Wir schon vor dem Crash von 2008 haben Immobilien-Derivate wieder Hochkonjunktur.

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Der US-amerikanische Immobilienmarkt hat sich wieder erholt, wenn man verschiedenen amerikanischen Medienberichten Glauben schenken mag. Allein in Phoenix/Arizona stiegen die Preise für Eigenheime innerhalb eines Jahres um 30 Prozent, berichtet die Huffington Post. Hauptsächlich handelt es sich hierbei um Ein-Familien-Häuser.

Die Nachfrage steigt mit den Preisen. Nur sind es nicht die Familien, die sich ein neues Zuhause leisten können. Viele Banken investieren wieder in Immobilien. Die Immobilien werden aufgekauft und aufgehübscht. Anschließend müssen Familien die neuen Wohnungen oder Häuser abbezahlen. Meist mit ungünstigen Darlehen von den Banken

Auch Finanzprodukte mit Immobilienkrediten erfreuen sich wieder wachsender Beliebtheit bei den Akteuren an der Wall Street. Dazu bieten die Banken offenbar wieder Derivate an, bei denen für die Kunden nicht ersichtlich ist, wie viele fragwürdige Kredite darin versteckt werden. Der Handel mit faulen Krediten war hauptsächlich für den Absturz des Immobilienmarktes die darauf folgende Bankenkrise 2008 verantwortlich.

Die Finanzmarktakteure erhoffen sich durch den Kauf von vielen Immobilien Preisvorteile und hohe kurzfristige Gewinnmargen. Meist lassen sich die Eigenheime auch schnell vermieten. Die Einnahmen aus der Vermietung versprechen dann einer Gewinnsteigerung von 20-25 Prozent. Das ist „enorm lukrativ“, sagte Immobilienmakler Erik Walbot dem Deutschlandradio.

Familien können beim Kauf eines Hauses nicht mit Banken und Immobiliengesellschaften mithalten. Daher müssen sie anschließend teure Hypotheken bei den Banken aufnehmen, um sich ihr Traumhaus zu finanzieren. Die Nachfrage nach Häusern wird so in die Höhe getrieben.

Die Preisentwicklung in Phoenix deutet auf eine gigantische Blasenbildung hin. Noch vor zwei Jahren waren die Preise für Ein-Familien-Häuser 57 Prozent geringer. Noch lohnt sich das Geschäft mit der Preistreiberei. Sobald jedoch die Gewinnmargen fallen, droht das Kartenhaus in sich zusammen zu brechen.

Wenn sich die ersten Großinvestoren aus dem Immobilienmarkt in Phoenix verabschieden, ist das ein Anzeichen dafür, dass die Blase kurz vor dem Platzen ist. Dann bleiben wieder einmal die Familien auf den Krediten sitzen. Und den Banken droht erneut eine Schieflage.

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