300 Millionen Verlust: Siemens steigt aus Solar-Geschäft aus

Das Geschäft mit Solarenergie ist für Siemens beendet. Das Unternehmen konnte keinen Käufer für seine unrentable Sparte finden und stellt diese nun ein. Laufende Projekte werden jedoch noch abgeschlossen.

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Siemens schließt seine Solarenergiesparte und beendet die Bemühungen um einen Verkauf des unrentablen Geschäfts nach siebenmonatiger Suche. Trotz intensiver Suche habe sich kein Käufer gefunden, sagte ein Siemens-Sprecher einer Mitteilung von Börse-go zufolge. Es habe zwar Interessenten gegeben, auf einen Kaufpreis habe man sich jedoch nicht einigen können.

Die Verluste für die Münchener belaufen sich auf rund 300 Millionen Euro. Für 284 Millionen hatte Siemens die Sparte zusammen mit dem israelischen Solarthermie-Spezialisten Solel übernommen. Durch die Schließung kommt jetzt noch einmal ein mittlerer zweistelliger Millionenbetrag dazu. 280 Arbeitsplätze – vor allem in Israel – sind in Gefahr. Damit setzt der Konzern seine Einsparungen im Energiebereich aus dem vergangenen Jahr fort (mehr hier).

Der Preisdruck und die Überkapazitäten haben einen Verkauf der Sparte erschwert. Siemens wollte mit dem Solarthermie-Geschäft 15 bis 20 Prozent Rendite machen. „Solarthermie war wegen des Preisrückgangs bei Modulen schon seit 2011 nicht mehr gegenüber Photovoltaik wettbewerbsfähig“, sagte Leonard Herbig, Analyst beim  Zentrum für Solarmarktforschung in Berlin. Der Ausstieg gilt daher unter Insidern als folgerichtig. Laufende Projekte werden noch abgeschlossen.

 

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