Gysi: Der Euro darf nicht abgeschafft werden

Die Linke will das Euro-System nicht abschaffen. Der Süden Europas würde sonst verelenden. Der Exportsektor Deutschlands würde Schaden nehmen. Außerdem will die Linke die Sparpolitik abschaffen.

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Gregor Gysi: Euro beibehalten, Sparkurs beenden. (Foto: DWN/Laurence Chaperon)

Gregor Gysi: Euro beibehalten, Sparkurs beenden. (Foto: DWN/Laurence Chaperon)

Die Linke verabschiedete in der Nacht zu Sonntag ihr Wahlprogramm, in der sie eine Umverteilung von oben nach unten anstrebt. Allerdings solle der Euro nicht abgeschafft werden: „Jetzt dürfen wir meines Erachtens nicht anstreben, den Euro abzuschaffen“, sagte Spitzenkandidat Gregor Gysi auf dem Parteitag in Dresden.

Der Süden Europas würde sonst verelenden, sagte Gysi. Außerdem würde der deutsche Export unter der Abschaffung des Euros leiden. Allerdings will die Linke den Erhalt des Euro an eine Bedingung knüpfen: Die Abschaffung der Sparpolitik in Europa. Auslöser der Euro-Debatte war Oskar LaFontaine. Dieser hatte die Einführung von Wechselkursen gefordert, um die südeuropäischen Länder zu entlasten.

Für Deutschland will die Linke den Spitzensteuersatz auf 53 Prozent anheben, die Sozialleistungen anheben und Mitarbeiter bei Unternehmensentscheidungen stärker einbinden. Mittelfristig sollen die Hartz-IV-Sätze angehoben, langfristig soll Hartz-IV jedoch abgeschafft werden.

Aktuellen Umfragen zufolge liegen die beiden Lager gleich auf: Eine Koalition aus SPD, Linke und Grüne hätte eben so viele Stimmen wie CDU/CSU und FDP (46%). Die Linke selbst möchte ein zweistelliges Ergebnis erzielen, liegt Umfragen zufolge derzeit aber bei acht Prozent.  

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