Italien: Berlusconi zu sieben Jahren Haft verurteilt

Im prominenten Ruby-Prozess hat ein Mailänder Gericht Silvio Berlusconi nun zu sieben Jahren Haft verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der ehemalige, italienische Premier eine Minderjährige für Sex bezahlt und sein Amt missbraucht habe. Neben der Haftstrafe sprachen die Richter ein lebenslanges Verbot aus, ein öffentliches Amt zu bekleiden. Berlusconi wird wahrscheinlich in Berufung gehen. Scheitert er mit seiner Berufung, könnte dies auch Konsequenzen für die neue Regierung haben.

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Silvio Berlusconi wird sich jetzt von der Presse einige Fragen stellen lassen müssen. Immerhin kann er einen Großteil der italienischen Presse hinter sich wähnen, als Medien-Mogul hat  er ja in Italien sowieso das sagen (Foto: Consilium).

Silvio Berlusconi wird sich jetzt von der Presse einige Fragen stellen lassen müssen. Immerhin kann er einen Großteil der italienischen Presse hinter sich wähnen, als Medien-Mogul hat er ja in Italien sowieso das sagen (Foto: Consilium).

Gegen den ehemaligen italienischen Premier, Silvio Berlusconi, laufen etliche Verfahren. Doch das Urteil des Mailänder Gerichts im Ruby-Prozess zeigt, dass die Luft für Berlusconi immer dünner wird.

Am Montag verhängten die Richter eine siebenjährige Haftstrafe gegen Berlusconi. darüber hinaus darf er nie wieder ein öffentliches Amt ausüben. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er eine Minderjährige für Sex bezahlt und sein Amt missbraucht hat.

Die Länge der Haftstrafe ist sogar mehr als die Staatsanwaltschaft gefordert hatte. Diese hatte sechs Jahre gefordert. Allerdings ist das Urteil noch nicht rechtskräftig. Das Gericht sprach Berlusconi in erster Instanz schuldig. Es ist demnach davon auszugehen, dass Berlusconi in Berufung gehen wird.

Erst Anfang Mai war Berlusconi in zweiter Instanz in einem anderen Prozess des Steuerbetrugs für schuldig erklärt worden (hier). Die Regierung von Enrico Letta wird dadurch nicht stabiler. Die entscheidende Frage wird nun sein, wie weit sich Berlusconis Partei von den Prozessen irritieren lässt.

 

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