Crash-Gefahr in Spanien: Zentralbank ordnet „Schotten dicht“ für Banken an

Die spanische Zentralbank hat die Banken des Landes aufgefordert, Dividenden für das laufende Jahr auf 25 Prozent ihrer Gewinne zu beschränken. Dies sei notwendig, da die wirtschaftliche Entwicklung in Spanien und in der Eurozone erhebliche Risiken mit sich bringe.

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Die Bank von Spanen hat die Banken des Landes aufgefordert, die Dividenden-Auszahlungen an ihre Aktionäre für das laufende Jahr zu beschränken. Spaniens Banken wackeln, denn sie sind aufgrund der anhaltenden Rezession massiv mit faulen Krediten belastet.

Spaniens Zentralbank sagte am Donnerstag, sie habe einen Brief an die Bankenvereinigung des Landes verschickt, berichtet das WSJ. Darin empfehle sie, dass die Banken des Landes 2013 ihre Dividenden-Zahlungen auf 25 Prozent ihrer Nettogewinne beschränken.

Zudem sollte die Dividenden-Auszahlung in Form neuer Aktien auf die Profit-Bildung abgestimmt sein, so die Zentralbank. Diese Strategie haben die Banken in den vergangenen Krisenjahren bereits angewandt.

Die Dividenden-Politik müsse „ein angemessenes Niveau der Kapitalisierung sicherstellen“, so der Bankenregulierer, so die Zentralbank. Diese Auflage sei in der aktuellen Situation besonders notwendig, die von einer „anhaltenden Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung sowohl in Spanien und der Eurozone als auch in anderen Ländern, in denen spanische Unternehmen tätig sind, geprägt ist“.

Auch wenn diese Empfehlungen der Banken-Regulierer nicht verbindlich sind, ist es üblich, dass die spanischen Banken ihnen folgen.

Im Juni 2012 wurden 100 Milliarden Euro zur Stützung maroder spanischen Banken aus dem ESM bewilligt. Davon hat Spanien bereits 41,5 Milliarden abgerufen. Dennoch hat sich die Situation der spanischen Banken nicht verbessert. Die faulen Kredite in ihren Bilanzen sind auf mittlerweile 10,9 Prozent gestiegen (hier).


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