US-Behörden haben vollständigen Zugriff auf Kreditkarten-Daten

Bargeld wird von Regierungen gemeinhin nicht gern gesehen. Digitale Transaktionen sind das einzig wahre. Die kann man perfekt überwachen, wie die USA zeigen. Millionen Dollar investierten US-Behörden um Daten von Kreditkarten und entsprechende Transaktionen zu sammeln und auszuwerten.

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Der Überwachungsstaat USA macht seinem Namen alle Ehre. Auch, wenn es um Kreditkarten-Zahlungen der Bürger geht. Die Daten von Kreditkarten inklusive entsprechender Transaktionen werden massiv von US-Behörden quasi aufgesogen, wie ein Bericht des Judicial Watch zeigt. Eine konservative Gruppe, die angibt für größtmögliche Transparenz auf juristischer und politischer Ebene einzustehen.

Die US-Verbraucherschutzbehörde Consumer Financial Protection Bureau soll Millionen Dollar ausgegeben haben, um Daten über Finanztransaktionen von US-Bürgern ohne richterlichen Beschluss zu sammeln und zu analysieren. Entsprechende Dokumente zeigen auch, dass die Behörde diese Daten mit weiteren US-Behörden teilt. Judicial Watch hatte die Vorlage dieser Dokumente mit dem Verweis auf das Recht auf Information Ende April erstritten.

So gibt es beispielsweise zwischen den Behörden Verträge mit verschiedenen Auskunfteien und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften. Diese müssten dann die Daten sammeln, speichern und an die Behörden weiterreichen. „Das Panel sollte fünf Millionen Verbraucher und Kreditnehmer, Mitunterzeichner und autorisierte Benutzer umfassen“, heißt es in den Dokumenten zu der Datensammlung. Von Speicherung von über zehn Jahren ist außerdem die Rede.

Auch das Time Magazine hatte Anfang Juni von der Sammelwut der USA gesprochen. Der US-Geheimdienst NSA greift ebenfalls auf derartige Daten zu. Was angesichts der massiven Abhöraktionen, die in den vergangenen Wochen öffentlich wurden, kein wirkliches Wunder ist. Insofern liegt es nahe, dass der NSA vermutlich nicht nur die Kreditkarten-Informationen seiner US-Bürger durchleuchtet (mehr hier).

Wie viel mehr Transparenz Überwachung man sich durch bargeldloses Zahlen verschaffen kann, ist auch der EU klar. Transaktionen sind viel leichter zu überschauen als irgendwelche Käufe, die mit Bargeld abgewickelt wurden. Und so hat die EU im März das Recht auf ein Giro-Konto erklärt und will damit allen Bürgern ermöglichen, den Regierungen mehr Transparenz bei ihren Transaktionen bieten zu können (hier).

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