EZB: Asmussen kündigt neue Geldschwemme für Banken an

Nächste Runde im globalen währungskrieg: EZB-Direktor Asmussen kündigt umfassende Maßnahmen an, mit denen weiteres Geld in die Märkte gepumpt werden soll. Die EZB begibt sich damit auf einen ähnlichen Kurs wie Japan.

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Der Euro verliert im Vergleich zum Dollar an Wert. Die EZB steigt nun endgültig in den Währungskrieg mit ein. (Grafik: zerohedge)

Der Euro verliert im Vergleich zum Dollar an Wert. Die EZB steigt nun endgültig in den Währungskrieg mit ein. (Grafik: zerohedge)

Die EZB Zinsen könnten auch noch länger als zwölf Monate auf dem historisch tiefsten Stand bleiben, sagte EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen. Auch weitere Maßnahmen zur Stützung der Euro-Zone seien „nicht ausgeschlossen“, so der EZB-Direktor einer Meldung von Reuters zufolge.

Damit hat die EZB ihr Prinzip aufgegeben, niemals Auskunft über zukünftige Zinsraten zu erteilen. Nachdem Asmussen gesagt hatte, die Zinsen blieben für einen „erweiterten Zeitraum“ niedrig musste er seine Aussage konkretisieren: „Mario Draghi sagte in seiner Pressekonferenz, es werden nicht sechs Monate, nicht zwölf, es wird darüber hinausgehen“.

Auch längerfristige Refinanzierungsgeschäfte, sogenannte LTROs, seien „nicht ausgeschlossen“, sagte Asmussen. Man habe eine breite Palette „nicht-standardisierter Instrumente“, die angewendet werden könnten, „wenn der Bedarf dafür entsteht“.

Damit geht der Währungskrieg mit Japan in die nächste Runde. Der Euro verlor nach der Ankündigung Asmussens gegenüber dem Dollar deutlich an Wert (siehe Grafik). Dadurch verbessern sich die Exportchancen für die Euro-Staaten. Die EZB verfolgt damit eine ähnliche Strategie wie Japan, die den eigenen Export fast ausschließlich über die Abwertung der eigenen Währung stimulieren.

Die Rechnung der EZB geht aber nur auf, wenn Fed-Chef Bernanke seine Ankündigung wahr macht und das Gelddrucken in den USA einstellt (mehr zu den Auswirkungen des Fed-Kurswechsels – hier).

China will die eigene Währung als Weltreservewährung etablieren und häuft daher tausende Tonnen Gold an. Auch an der Börse in Frankfurt werden immer mehr Finanzgeschäfte in der chinesischen Währung Renminbi abgeschlossen (mehr hier).

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