China in Schwierigkeiten: Deutsche Exporteure nervös

Chinas Exporte sind im Juni drastisch eingebrochen: um mehr als drei Prozent. Ein deutliches Anzeichen dafür, dass die Weltwirtschaft weiter stark angeschlagen ist. Das und die Tatsache, dass auch die chinesischen Importe unerwartet zurückgegangen sind, trüben die Aussichten für deutsche Exporteure.

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In Zeiten der Rezession im Euroraum wurde der Export nach China für deutsche Hersteller immer wichtiger. Die Auto-, Chemie- und auch die Maschinenbauer-Branche konnten dank der guten Nachfrage aus China die Schwierigkeiten in Europa abfedern. Doch auch Chinas Wachstum geht zurück und die Produktion des Landes wird nun deutlich zurückgefahren. Dies zeigen die beunruhigenden Im- und Export-Daten aus China.

Im Juni sanken die chinesischen Exporte im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,1 Prozent. Das ist eine deutliche Zäsur. Zuletzt waren die Exporte zu Beginn des vergangenen Jahres gesunken. Aber nicht nur die Exporte brachen im Juni ein. Auch die Importe gingen zurück. Diese schrumpften um 0,7 Prozent. Analysten hatten mit einem Anstieg sowohl des Exports als auch das Imports gerechnet.

Für die deutschen Exporteure ist diese Entwicklung alles andere als glücklich. Einerseits zeigt es, dass die Weltwirtschaft weiterhin stark angeschlagen ist und auch den wichtigen Handelspartner China immer stärker trifft. Andererseits deuten die gesunkenen Importe darauf hin, dass auch die Nachfrage in China nachlässt: Bei den chinesischen Verbrauchern und den Produzenten.

Im Mai konnten die deutschen Exporteure noch auf die starke Nachfrage aus dem nichteuropäischen Ausland setzen. Die neuesten Daten aus China deuten jedoch darauf hin, dass auch deutsche Exporte weiter zurückgehen werden (hier). Angesichts der harten Vorwürfe der Statistik-Fälschung seitens der chinesischen Regierung ist sogar damit zu rechnen, dass die Im- und Export-Daten möglicherweise noch deutlich schlechter ausgefallen sind als am Mittwoch offiziell angegeben (mehr hier).

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