Mehrheit gegen neue Währung: Lettland muss trotzdem in den Euro

Mehr als die Hälfte der Bevölkerung Lettlands ist gegen die Einführung des Euro. Trotzdem wird das Land zum ersten Januar 2014 den Euro als neue Landeswährung einführen. Die EU-Finanzminister stimmten dem Vorhaben der lettischen Regierung zu.

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EU-Währungskommissar Olli Rehn und Euro-Gruppenführer Jeroen Dijsselbloem zeigten sich sichtlich begeistert vom Euro-Beitritt Lettlands (Foto: consilium)

EU-Währungskommissar Olli Rehn und Euro-Gruppenführer Jeroen Dijsselbloem zeigten sich sichtlich begeistert vom Euro-Beitritt Lettlands (Foto: consilium)

Lettland wird als 18. Staat der EU den Euro einführen. Schon zu Beginn des Jahres 2014 kann Lettland die neue Währung übernehmen. Das genehmigten die EU-Finanzminister in einem Beschluss am Dienstag.

Dass 53 Prozent der Letten gegen die neue Währung sind, ist der Regierung egal. Lediglich 22 Prozent stimmten einer Umfrage des Marktforschungsunternehmen SKDS zufolge für die Einführung des Euro. „Wir gehen voran, weil wir wissen, wie wichtig dieses Ziel ist“, sagte Ressortchef Andris Vilks mehreren Medienberichten zufolge. Der Euro sei ein wichtiger Anker für kleine Volkswirtschaften, sagte Vilks.

Die Staatsverschuldung Lettlands liegt derzeit bei 40,7 Prozent des BIPs. Das jährliche Defizit beträgt 1,2 Prozent des BIP. Beide Werte liegen innerhalb der Vorgaben der EU. Die lettische Regierung verspricht sich Vorteile im Handel mit den anderen Euro-Staaten (hier) und wird die Einführung des Euro gegen den Willen der Bevölkerung durchsetzen (hier).

Nach dem Ausbruch der Finanzkrise hat die lettische Wirtschaft einen Dämpfer erhalten und ist um 20 Prozent geschrumpft. Auch ohne den Euro ist es dem Land jedoch gelungen, die derzeit am schnellsten wachsende Wirtschaft der EU zu werden (hier).


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