Während Schäuble-Besuch: Griechen diskutieren Weltkriegs-Entschädigung

Politiker der linken Syriza-Partei beraten mit dem Präsidenten Griechenlands, um die Reparations-Forderungen an Deutschland voranzubringen. Der deutsche Finanzminister Schäuble will sich nicht mit dem griechischen Präsidenten treffen.

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Während der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble Athen besucht, diskutieren führende griechische Politiker die Forderungen ihres Landes, dass Deutschland Reparationszahlungen für den zweiten Weltkrieg zahlen soll.

Alexis Tsipras, der Chef der linken Syriza, trifft sich am Donnerstagnachmittag mit dem griechischen Präsidenten Karolos Papoulias, berichtet Kathimerini. Dabei wollen sie die Entschädigungs-Forderungen besprechen. Schäuble wird während seiner Athen-Visite nicht mit dem griechischen Präsidenten zusammentreffen.

Am Mittwoch hatte Tsipras gesagt, die griechische Regierung müsse die Forderungen nach deutschen Entschädigungen vorantreiben und dürfe die Angelegenheit „nicht unter den Teppich kehren“.

Athen hat kürzlich geprüft, ob es eine Grundlage für Entschädigungsforderungen an Deutschland gibt. Es geht dabei um Schäden, die während der Besatzung Griechenlands durch die Deutschen im zweiten Weltkrieg angerichtet wurden. Zudem wurde damals die griechische Zentralbank gezwungen, die deutsche Besatzung mit einem Kredit zu unterstützen.

Deutschland hat die Aussicht auf die geforderten Weltkriegs-Entschädigungen wiederholt zurückgewiesen. Schäuble sagte dieses Jahr: „Die Angelegenheit wurde vor langer Zeit geklärt. Reparationszahlungen sind ausgeschlossen.“

Neben Tsipras und Präsident Papoulias nimmt auch der Weltkriegsveteran und Syriza-Abgeordnete Manols Glezos an dem Treffen teil. Er hatte 1941 das Hakenkreuz von der Akropolis entfernt und wurde später von den deutschen Besatzern festgenommen und gefoltert.

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