Detroit ist bankrott: 20 Milliarden Dollar Schulden

Die einstige Autometropole der USA hat Konkurs angemeldet. Auch der eigens vom Bürgermeister zu Hilfe gerufene Top-Manager konnte nicht mehr helfen. Detroit hat fast 20 Milliarden Dollar Langzeit-Schulden. Und das Haushalts-Defizit der Stadt wird auf etwa 380 Millionen Dollar geschätzt.

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Der Gouverneur von Michigan, Rick Snyder, hat am Donnerstag für die Stadt Detroit Insolvenz beantragt – nur vier Monate, nachdem er eigens einen Insolvenz-Experten zu Hilfe gerufen hatte. Die einstige Autometropole Detroit ist damit die größte Stadt der USA, die jemals pleite gegangen ist, und auch ein peinliches Exempel für Obamas leere Worthülsen.

Erst im Oktober 2012 sagte der US-Präsident mit stolz erhobener Brust:

„Wir haben uns geweigert, das Handtuch zu werfen und nichts zu tun. Wir haben uns geweigert, Detroit pleite gehen zu lassen. Wir setzten auf den Amerikanischen Arbeiter und den amerikanischen Einfallsreichtun und drei Jahre später, zahlt es sich aus.“

Der Insolvenzantrag Detroits stellt die Stadt und die US-Regierung vor große Herausforderungen. Diese müssen nun in weniger als einem Jahr den Haushalt Detroits wieder in Ordnung bringen, berichtet die Huffington Post.

In den 50er Jahren wuchs die Stadt auf 1,8 Millionen Einwohner an. Mittlerweile aber sind ganze Stadtteile der Metropole praktisch menschenleer. Von 2000 bis 2010 schrumpfte die Bevölkerung um 250.000 Einwohner. Heute leben nur mehr 700.000 Menschen in Detroit. Das aktuelle Haushaltsdefizit soll bei 380 Millionen Dollar liegen. Die langfristigen Schulden Detroits werden auf 20 Milliarden Dollar geschätzt.


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