Snowden hängt weiter im Moskauer Flughafen fest

Dem Enthüller der NSA-Spähaffäre Edward Snowden ist noch kein Asyl gewährt worden. Der Whistleblower hängt damit weiter im Moskauer Flughafen fest. Berichte russischer Nachrichtenagenturen, Snowden dürfe nach Russland einreisen, stellten sich als falsch heraus.

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Der Verbleib des NSA-Whistleblowers Edward Snowden ist noch immer unklar. Nachdem russische Nachrichtenagenturen bereits meldeten, Snowden dürfe den Flughafen Scheremetjewo in Moskau verlassen, versicherte Snowdens Anwalt Anatoli Kutscherena, dass sein Mandant vorerst bleiben würde. In einer Pressekonferenz gab Kutcherena bekannt, dass Snowden noch keine Dokumente erhalten habe, die es ihm erlaubten, den Flughafen zu verlassen.

Noch ist Snowden die Einreise nach Russland also nicht erlaubt. Momentan muss er auf dem russischen Flughafen im Transitbereich ausharren, bis über seinen Antrag auf Asyl entschieden worden ist. Auch eine Weiterreise ist Snowden ohne offizielle Dokumente nicht möglich. Die USA haben seine Reisedokumente für ungültig erklärt.

Nicaragua, Venezuela und Bolivien haben Snowden bereits Asyl gewährt (mehr hier). Sein Anwalt bekräftigte jedoch, Snowden stellte sich auf ein Leben in Moskau ein. Snowden lerne bereits das russische Alphabet und habe von seinem Anwalt das Buch „Schuld und Sühne“ von Fjodor Dostojewski erhalten, berichtet Bloomberg.

Präsident Putin hat Asyl in Russland an die Bedingung geknüpft, dass Snowden auf weitere Enthüllungen im NSA-Skandal verzichten solle.

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