Dank Draghis Geldschwemme: Banken machen Kasse

Seit der Finanzkrise sind die Dividenden bei den Banken Europas zurückgegangen. Doch ab 2014 sollen die Ausschüttungen wieder kräftig anziehen. Für die kommenden Jahre werden Rekord-Dividenden erwartet. Das Gelddrucken Draghis zeigt Wirkung.

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HSBC, UBS, BNP Paribas, Standard Chartered, Swedbank und andere Banken in der Schweiz, Frankreich und Schweden könnten bald wieder höhere Dividenden zahlen. Doch aufgrund regulatorischer Unklarheiten müssen die Investoren wohl noch bis 2014 auf die höheren Ausschüttungen warten.

„Das Problem ist […], dass [die Banken] darauf warten, dass die Regulatoren die endgültigen Kapitalanforderungen benennen, bevor sie die Dividenden ausschütten können“, zitiert Reuters Andrea Williams, europäische Aktienmanagerin bei Royal London Asset Management.

Banken-Dividenden sind in der Finanzkrise deutlich zurückgegangen, seit die Regulatoren eine ganze Reihe von Plänen für Kapitalquoten vorgeschlagen haben, um die Banken zu Vorkehrungen gegen künftige Banken-Crashs zu zwingen.

Die Ausschüttungen von 28 führenden europäischen Banken erreichten im Jahr 2007 einen Rekordwert von 46,5 Milliarden Euro, sechsmal so viel wie noch ein Jahrzehnt zuvor. Doch im folgenden Jahr fielen sie auf nur 15 Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr lagen sie immerhin wieder bei 21 Milliarden Euro.

Für das nächste Jahr erwarten Analysten von Barclays nun wieder Ausschüttungen in Höhe von 32 Millionen Euro. Viele Banken verdienen derzeit viel Geld, indem sie das Kreditwachstum niedrig halten. Doch nicht alle Banken werden deutlich höhere Dividenden auszahlen können. Den spanischen Banken etwa wurde im Juni von ihrer Zentralbank explizit davon abgeraten (hier).

HSBC-Chef Stuart Gulliver sagte bereits im Mai, er strebe Auszahlungen in Höhe von 40 bis 60 Prozent seiner Jahresprofite an. In der Vergangenheit wurden Überschussreserven gewöhnlich in Übernahmen investiert. UBS strebt eine Dividendenquote von 50 Prozent an, vorausgesetzt es erfüllt seine Eigenkapitalziele. Die Lloyds Banking Group hat seit 2008 keine Dividenden mehr gezahlt, will aber im kommenden Jahr wieder damit beginnen.

Die durchschnittliche Dividendenquote der letzten 15 bis 20 Jahre lag bei den Banken um die 40 Prozent, sagt Mike Harrison, Analyst bei Barclays. Doch in den kommenden Jahren könnte sich der Anteil der Ausschüttungen von den Gewinnen bis auf 60 Prozent steigern. „Wenn die Wachstumsmöglichkeiten nicht da sind, ist es realistisch, dass die Dividendenquoten steigen“, so Harrison. Doch das sei von den Regulierungen abhängig und davon, dass die Banken mit den Regeln zufrieden sind.

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