Schwellenländer helfen Audi durch Autokrise in Europa

Hohe Absatz-Zahlen in Asien verhelfen dem Audi-Konzern zu einer leichten Steigerung des Umsatzes. Längst ist China der wichtigste Markt. Dort werden schon fast doppelt so viele Autos verkauft wie in Deutschland.

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Der Halbjahres-Umsatz der Audi-Gruppe stieg um 0,8 Prozent an und beläuft sich nunmehr auf 25,2 Milliarden Euro. Wesentlich dazu beigetragen hat die erst im April vorigen Jahres übernommene Motorrad-Tochter Ducati. Der operative Gewinn hingegen sank um fast acht Prozent auf gut 2,6 Milliarden Euro.

Das geht aus dem Halbjahresbericht des Konzerns hervor. Insgesamt lieferte der Audi-Konzern in den ersten sechs Monaten des Jahres weltweit 874.335 Fahrzeuge aus. Die Kernmarke Audi steuerte dazu rund 780.000 verkaufte Neuwagen bei – eine Steigerung um 6,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit der Ducati-Eingliederung stieg auch die Zahl der im Konzern Beschäftigten um knapp 5.000 auf nun 70.413.

Auf dem deutschen Automarkt war ein deutliches Minus zu verzeichnen. Die rund 128.000 verkauften Einheiten bedeuten ein Minus von 4,5 Prozent. Im westeuropäischen Ausland konnte die deutliche Schrumpfung des Gesamtmarktes einigermaßen gut überstanden werden. Hier betrug das Auslieferungsvolumen der Volkswagen-Tochter 225.223 Einheiten, im Vergleich zu 230.449 im ersten Halbjahr 2012. In Großbritannien (rund 74.000 Autos) und Russland (rund 18.000) konnte sogar ein Zuwachs von jeweils rund 10 Prozent erreicht werden, genauso wie in den USA, mit 74.000 Fahrzeugen ebenfalls ein sehr wichtiger Markt.

Der entscheidende Wachstums-Markt für die europäischen Autobauer ist und bleibt jedoch Asien und der Pazifische Raum. Audi konnte dort von Januar bis Juni gut 270.000 Autos absetzen – ein Plus von 18,2 Prozent. Der bedeutendste Einzelmarkt ist eindeutig China. Mit 228.000 verkauften Einheiten ist das bevölkerungsreichste Land längst auch jenes mit den höchsten Verkaufszahlen. Das Wachstumspotential kennt kaum Grenzen: Im Vergleich zum Vorjahr verkaufte Audi rund 35.000 Autos mehr.

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