Kampf den Fleisch-Essern: Grüne fordern fleischlosen Tag in Kantinen

Die Front der Vegetarier wird immer stärker und findet Rückhalt bei den Grünen. Aus Mangel an wirksamen Wahlkampf-Themen wollen Künast und ihre Parteifreunde neue Regeln für öffentliche Kantinen aufstellen: Einmal pro Woche sollen nur vegetarische und vegane Gericht angeboten werden. Kein böses Fleisch soll verzehrt werden.

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Renate Künast: Ich gelobe feierlich, einmal die Woche kein Fleisch in der Kantine zu essen.

Renate Künast: Ich gelobe feierlich, einmal die Woche kein Fleisch in der Kantine zu essen.

Der Wahlkampf ist gestartet und jede Partei versucht, sich noch einmal schlagkräftig zu organisieren. Nur dumm, dass ausgerechnet den Grünen in den vergangenen Jahren die Kernthemen abhanden gekommen sind:

Atomkraft-Nein danke! – das hat auch Merkel mittlerweile unterschrieben.

Und in den Krieg, in den sie nie ziehen wollten, sind sie Schröder zu Zeiten der rot-grünen Regierung gefolgt.

Was also tun, wenn selbst Trittin beim Wahlkampf im wahrsten Sinne des Wortes baden geht.

Na klar, warum nicht mal gegen die bösen Fleisch-essenden Deutschen wettern. Das passt ja thematisch noch ganz gut zum schon abgeflauten Skandal um das Pferdefleisch in Rinder-Mantel. Und außerdem lässt sich das ganz gut mit der Kritik an der Massentierhaltung.

Also fordert Renate Künast mal ganz schnell einen fleischlosen Tag in öffentlichen Kantinen. Die Grünen wollen in den Kantinen einen Tag in der Woche einführen, an dem es nur vegetarische und vegane Gerichte gibt. Und bei dem explosiven Inhalt, der im Obst und Gemüse gefunden wurde, vielleicht eine Idee mit politischer Sprengkraft (hier).

Schon im Wahlprogramm hieß es:

„Pro Kopf und Jahr essen wir Deutsche rund 60 Kilo Fleisch. Dieser hohe Fleischverbrauch birgt nicht nur gesundheitliche Risiken. Er erzwingt auch eine Massentierhaltung, die auf Mensch, Tiere und Umwelt keine Rücksicht nimmt. Deshalb fordern wir mehr Verbraucheraufklärung zu den gesundheitlichen, sozialen und ökologischen Folgen des Fleischkonsums. Öffentliche Kantinen sollen Vorreiterfunktionen übernehmen. Angebote von vegetarischen und veganen Gerichten und ein ‚Veggie Day‘ sollen zum Standard werden.“

Und diesen Plan bekräftigte die Grünen-Fraktionschefin Künast nun noch einmal. „Ein Veggie Day ist ein wunderbarer Tag zum Ausprobieren, wie wir uns mal ohne Fleisch und Wurst ernähren. Vegetarisch kochen ist nämlich mehr, als nur das Fleisch weg lassen“, sagte sie der Bild-Zeitung.

Dass viele Kantinen mittlerweile neben Gerichten mit Fleisch auch vegetarische und vegane Alternativen anbieten, ist den Grünen wohl entgangen.

Ganz zu schweigen von dem immensen Konflikt der sich nach der Einführung eines Veggie Days mit der UN aufstauen könnte.

Die UN will ja eigentlich den Verzehr von Insekten ankurbeln (hier).


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