Ägypten: London bereitet Evakuierung von britischen Bürgern vor

Die Briten rechnen offenbar mit dem Ausnahmezustand in Ägypten. Geschäftsleute treffen bereits Vorkehrungen, wie sie schnell ausgeflogen werden können.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Offenbar wird sich die Lage in Ägypten weiter zuspitzen. Die Vorbereitungen für einen möglichen Ausnahmezustand wurden von Ausländern im Land längst getroffen.

Der „Air Charter Service“ (ACS), ein britischer Charterspezialist für Privatflugzeuge, hat mittlerweile mehrere Flugzeuge am Flughafen von Kairo stationiert. Sie werden bei Bedarf Mitarbeiter von ausländischen Unternehmen ausfliegen.

Als Ziel diene beispielsweise Dubai. Die Stationierung der Flugzeuge in Kairo erfolgte auf Wunsch besorgter Firmeninhaber. Die Firma ASC hat Erfahrung mit Evakuierungsflügen. Im Zuge des Arabischen Frühlings habe sie bisher „knapp 15.000 Ausländer aus Ägypten, Lybien und Tunesien ausgeflogen“, berichtet verkehrsrundschau.de.

Stephan Blank, Geschäftsführer von ACS-Deutschland, sagte den DTN, dass es bei einem landesweiten Ausnahmezustand kaum Möglichkeiten geben werde, das Land rechtzeitig zu verlassen. „Deshalb buchen westliche Konzerne Charterflugzeuge für ihre Mitarbeiter vor Ort. Auch kurz nach der Fukushima-Katastrophe 2011 haben wir eine Reihe von ausländischen Geschäftsleuten aus Japan ausgeflogen“, so Blank.

Die US-Regierung hatte zuvor ihre Botschaften in Ägypten, Bahrain, Irak, Israel, Jordanien, Kuwait, Libyen, Oman, Qatar, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Jemen, Afghanistan und Bangladesch schließen lassen (mehr hier). Insbesondere in Ägypten ist die Situation sehr instabil. Washington befürchtet einen ähnlichen Bürgerkrieg, wie in Syrien. Zudem wolle Al-Qaida US-Einrichtungen im Nahen Osten angreifen. Das jedenfalls geht aus US-Geheimdienstkreisen hervor.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***


media-fastclick media-fastclick