Carlos Slim will KPN aufkaufen: Fusion von E-Plus und O2 ungewiss

Der mexikanische Mobilfunk-Konzern América Móvil will den niederländischen Konkurrenten KPN aufkaufen. Das Übernahmeangebot des Mulitmilliardärs Carlos Slim ist ein direkter Angriff auf O2 Telefónica. Die Spanier wollten die deutsche KPN-Sparte E-Plus übernehmen. Dieser Deal ist nun in Gefahr.

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Mit seinem Übernahme-Angebot hat Carlos Slim die Aktie des niederländischen KPN-Konzerns in die Höhe getrieben. (Grafik: Finanzen.net)

Mit seinem Übernahme-Angebot hat Carlos Slim die Aktie des niederländischen KPN-Konzerns in die Höhe getrieben. (Grafik: Finanzen.net)

Der Telekommunikations-Markt ist in Bewegung. Carlos Slim, Chef des mexikanischen Telefon-Anbieters América Móvil hat dem niederländischen Kontrahenten KPN ein Übernahmeangebot unterbreitet. Slim will KPN für 7,2 Milliarden Euro schlucken. Der Auslöser für dieses Angebot ist der deutsche Mobilfunkanbieter E-Plus.

E-Plus ist die deutsche Sparte des KPN-Konzerns und sollte eigentlich von O2 Telefónica für sieben bis acht Milliarden Euro übernommen werden. Das hätte O2 mit einem Schlag zum größten Anbieter in ganz Europa gemacht (mehr hier).

Eine derart starke Position auf dem europäischen Markt ist nicht im Interesse von Carlos Slim. Der Deal droht zu scheitern. Die Verantwortlichen bei KPN erklärten, das Übernahmeangebot von Carlos Slim prüfen zu wollen.  Damit ist der Kampf um den finanziell angeschlagenen KPN-Konzern in die nächste Runde gegangen.

Angaben von Reuters zufolge bietet América Móvil pro KPN-Aktie 2,40 Euro. Das entspricht einem Aufschlag von 35 Prozent über dem Durchschnittskurs der vergangenen 30 Tage. América Móvil ist bereits mit 30 Prozent an KPN beteiligt. Seitdem bekannt ist, dass KPN mit Telefónica in Verhandlungen steht, sollen auch die restlichen Anteile aufgekauft werden.

In der kommenden Woche sollen die KPN-Aktionäre über den Verkauf der E-Plus sparte abstimmen. Dann wird sich zeigen, wer beim Kampf um die Assets der KPN den längeren Atem hat. Experten erwarten, dass Telefónica ein Gegenangebot macht, um die Übernahme von E-Plus nicht zu gefährden.

 

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