Bundesbank: „Wir haben noch 13 Milliarden DM im Umlauf“

Nach wie vor haben die Deutschen massive Bargeldbestände in D-Mark. Dies wird nach dem Hochwasser im Juni erneut deutlich, da viele beschädigte Scheine bei der Bundesbank zur Erstattung eingereicht werden.

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Nach dem Hochwasser im Juni haben die Bürger bei der Deutschen Bundesbank wieder viele beschädigte Geldscheine eingereicht. Diese werden dort analysiert und eventuell erstattet. Doch es werden nicht nur beschädigte Euro-Noten eingereicht, sondern immer wieder auch alte D-Mark-Scheine.

Die Deutsche Bundesbank tauscht noch immer unbegrenzt die alte DM in Euro um, zum Kurs von 1,95583. Dies wird auch in Zukunft so sein, sagte die Bundesbank den Deutschen Wirtschafts Nachrichten. Bei anderen Zentralbanken der Eurozone sei es allerdings nicht mehr möglich, die alten nationalen Währungen umzutauschen.

Offenkundig lagern in vielen deutschen Haushalten noch beachtliche Mengen an DM. Diese kommen dann etwa nach einem Brand oder Hochwasser zum Vorschein. Denn die Bürger wollen dann beschädigte Scheine von der Bundesbank erstattet bekommen.

Sachbearbeiter müssen dort herausfinden, wie viel die eingesandten Papierklumpen vor der Flut wert waren. Wenn mehr als 50 Prozent einer Banknote wieder zusammengelegt werden können, wird das Geld erstattet.

Doch nicht nur ein Brand oder ein Hochwasser beschädigen Geldscheine. Auch Banknoten, die etwa im Keller versteckt werden, sind mitunter sehr schwierig zu rekonstruieren. Deutschlandradio zitiert den Sachbearbeiter Frank Herzog:

„Gerade im Winter ziehen sich Mäuse [in Keller] zurück. Und wenn dort Geld versteckt wurde, ist das beliebte Ziel der Mäuse, sich daran zu laben. Das heißt, sie fressen das nicht sondern bauen ihre Nester daraus.“

Neben Euro-Scheinen werden in Deutschland auch ältere Banknoten ersetzt. Die Scheine der Bank Deutscher Länder etwa. Dieser Vorläufer der Bundesbank gab nach dem zweiten Weltkrieg bis Anfang der 50er Jahre Banknoten aus. Sie werden bis heute in Mainz angenommen, genau wie die D-Mark. Nicht erstattet wird hingegen DDR-Geld.

Horst Werner Hofmann, der stellvertretende Leiter des Nationalen Analysezentrums der Bundesbank in Mainz, sagte:

„Wir haben ja noch ungefähr 13 Milliarden DM im Umlauf. Und oft werden jetzt in den Kellern noch alte Noten gefunden. Und die werden dann, dadurch das sie feucht sind, bei uns eingereicht.“

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