Ägypten: Islamisten stürmen Dienstsitz des Gouverneurs in Kairo

Die Auseinandersetzungen zwischen Muslimbrüdern und Gegnern geraten außer Kontrolle. Die Islamisten haben den Dienstsitz des Gouverneurs in Kairo gestürmt und in Brand gesteckt. Auch Kirchen wurden angezündet. Mehrere Länder haben die ägyptischen Botschafter einbestellt.

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Einen Tag nach den blutigen Auseinandersetzungen zwischen Mursi-Anhängern und Gegnern haben die Muslimbrüder den Dienstsitz des Gouverneurs der Kairoer Provinz Gizeh gestürmt. Anschließend wurde es in Brand gesteckt.

Am Dienstag ernannte die ägyptische Regierung 19 von 25 Provinz-Gouverneuren aus den Reihen der Militärs und der Polizei, berichtet die New York Times.

Mursi-Anhänger sollen auch Kirchen in den Städten Dilga, Menya und Sohag attackiert haben. Zwei Kirchen in Menya wurden niedergebrannt, berichtet International Business Times.

Auslöser war die am Mittwochabend durchgeführte gewaltsame Räumung eines Sitz-Protests der Muslimbrüder in Kairo. Kurze Zeit danach rief die ägyptische Regierung den Ausnahmezustand aus.

Bei den blutigen Auseinandersetzungen in Ägypten wurden bisher 525 Menschen getötet, berichtet UPI.

Berlin, Paris, Rom und weitere Länder haben die ägyptischen Botschafter einbestellen lassen. Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle hat wegen der Ereignisse in Ägypten den Krisenstab des Auswärtigen Amts einberufen, berichtet tagesschau.de

Als Zeichen seines Protests gegen das gewaltsame Eingreifen der Sicherheitskräfte hat US-Präsident Obama ein geplantes Manöver mit dem ägyptischen Militär abgesagt, berichtet Reuters.

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