Langsam kehrt der Markt zurück: JP Morgan braucht Gold

Ein überraschender Sprung im Goldpreis könnte sich durch die Aktivitäten der Investmentbank JP Morgan erklären. Kunden der Bank wollen Gold kaufen, die Bank kann nicht liefern, weil sie sich erst kürzlich von einem Großteil der Bestände getrennt hat. Und plötzlich gilt das alte Gesetz wieder, dass erhöhte Nachfrage den Preis bestimmt.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic
Innerhalb weniger Minuten stieg der Goldpreis um 20 Dollar pro Unze. Der Silberpreis zog mit. (Grafik: Zero Hedge)

Innerhalb weniger Minuten stieg der Goldpreis um 20 Dollar pro Unze. Der Silberpreis zog mit. (Grafik: Zero Hedge)

Am Donnerstagnachmittag stieg der Goldpreis innerhalb von Minuten um 3 Prozent, der Silberpreis sogar um 5 Prozent. Die Ursache sind unklar – doch deutet vieles darauf hin, dass der Mangel an physischem Gold sich schon bald im Goldpreis niederschlagen könnte.

Der Grund für den aktuellen Preissprung könnte darin liegen, dass die Investmentbank JP Morgan mit Kundenforderungen nach physischem Gold zu kämpfen hat, analysiert Zero Hedge. In der vergangenen Woche ließ sie sich von den beiden größten New Yorker Goldtresoren beliefern. Die Investment-Bank kaufte 6.444 Unzen von HSBC, 20.189 Unzen von Scotia Mocatta, und dann noch einmal 43.139 Unzen von HSBC.

Doch offenbar sind die beiden Goldtresore nun nicht mehr in der Lage, JP Morgan weiter auszuhelfen. Daher muss sich die Bank das Gold auf dem freien Markt beschaffen. Die dadurch steigende Nachfrage führte nun zu dem rasanten Preissprung.

Die Investment-Bank benötigt das Edelmetall dringend, denn ihre Kunden verlangen die Lieferung ihres dort verwalteten Goldes. Doch JP Morgan hat im ersten Halbjahr seine Goldbestände abgebaut.

Der entscheidende Punkt ist, dass viele Großinvestoren wie Henry Paulson oder George Soros den Großteil ihres Goldes verkauft haben. Auch sie können JP Morgan nun nicht beliefern. Daher muss die Bank am Markt tätig werden.

Dort gibt es offenbar weiter einen beachtlichen Mangel an physischem Gold: Ein Trader berichtete auf Bloomberg TV, dass sein Unternehmen seit acht Wochen auf eine Lieferung von physischem Gold warte.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***

media-fastclick media-fastclick