Schäuble kündigt weiteres Rettungspaket für Griechenland an

Etwa einen Monat vor der Bundestagswahl macht Finanzminister Schäuble nun die Büchse der Pandorra auf. Während einer Wahlveranstaltung sprach Schäuble zum Ärger Merkels von einem weiteren „Programm“ für Griechenland.

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Finanzminister Schäuble bemüht sich trotz der anstehenden Wahl um den Fortbestand der EU. Griechenland kriegt keinen Schuldenschnitt aber mehr Geld (Foto: EU-Consilium).

Finanzminister Schäuble bemüht sich trotz der anstehenden Wahl um den Fortbestand der EU. Griechenland kriegt keinen Schuldenschnitt aber mehr Geld (Foto: EU-Consilium).

Schäubles jüngste Äußerungen zu Griechenland könnten noch einmal für Bewegung vor den Bundestagswahlen sorgen. Eigentlich sollte über Griechenland am besten bis zur Wahl im September gar nicht mehr gesprochen werden. Aber der deutsche Finanzminister hat sich nun doch zu einer deutlichen Aussagen hinreißen lassen.

Zwar lehnt er einen Schuldenschnitt für Griechenland noch immer ab, aber ein neues Bailout-Paket ist nun bereits in Planung – weitere Milliarden für Griechenlands Banken und korrupte Politiker. „Es wird für Griechenland noch einmal ein Programm geben müssen“, sagte Schäuble am Dienstag bei einer Wahlkampfveranstaltung in Ahrensburg bei Hamburg.

Diese Ankündigung dürfte, so Schäuble, auch keine Überraschung sein. „Das ist der Öffentlichkeit auch immer gesagt worden“, zitiert ihn Reuters. Ein mögliches Instrument des neuen Rettungspaketes solle beispielsweise eine weitere Senkung der Kreditzinsen des Landes sein.

Dennoch betonte Schäuble, Griechenland sei zwar nicht über den Berg, aber auf dem Weg der Besserung. „Natürlich macht Griechenland weiterhin Schulden. Aber sie machen nicht mehr Schulden als im Anpassungsprogramm vereinbart worden ist, sondern weniger“, so Schäuble

Darüber hinaus teilte die EZB am Dienstag mit, dass Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen am Mittwoch mit Vertretern Griechenlands zusammenkommen soll. „Griechenland und seine Geldgeber prüfen mehrere Wege, um jegliche Finanzierungslücken in den nächsten Jahren zu stopfen“, sagte ein hochrangiger Beamter, der nicht namentlich genannte werden wollte.


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