Giftgaseinsatz in Syrien: Russland nimmt Assad in Schutz

Die UN hat eine Sondersitzung zum angeblichen Giftgaseinsatz in Syrien einberufen. Die syrische Opposition sieht Baschar al-Assad als Urheber des Angriffs. Doch die syrische Regierung weist den Vorwurf zurück und erhält Unterstützung aus Russland. Denn Moskau geht von einer „vorausgeplante Provokation“. aus.

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Aufgrund des jüngsten angeblichen Giftgasangriffs in Syrien hat der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen eine Sondersitzung einberufen. Die Sitzung ist der Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Der stellvertretende Generalsekretär der UN, Jan Eliasson, sagt, dass der Einsatz von chemischen „Stoffen“ von der UN überprüft werde. Doch zum gegebenen Zeitpunkt gebe es keinen Hinweis auf den Einsatz von C-Waffen, berichtet Al Jazeera. Er hoffe, dass die UN-Waffeninspekteure Zugang zum Ort des Vorfalls erhalten werden.

Alexander Lukaschewitsch, Sprecher des Außenministeriums Russland geht von einer „vorausgeplanten Provokation“ aus. Der Angriff habe zu dem Zeitpunkt stattgefunden als die UN-Waffeninspekteure mit ihren Untersuchungen anfingen, berichtet Al Jazeera.

Für Großbritannien steht fest, dass die syrische Regierung den Giftgaseinsatz befohlen hat. „Ich hoffe, dass dieser Vorfall diejenigen aufrütteln wird, die das Assad Regime unterstützt haben. Nun können sie die barbarische und mörderische Natur des Regimes erkennen“, zitiert Reuters den britischen Außenminister William Hague.

Auch die syrische Opposition macht Präsident Baschar al-Assad verantwortlich für den Angriff. Doch Damaskus lehnt jedwede Verantwortung ab. Auch über die Anzahl der Opfer herrscht Ungewissheit. Denn die Zahlen der Opfer sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht nachprüfbar. Die Angaben rangieren von 213 bis 1.300 Toten.

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