Ermittlungen gegen Ex-Chef der Schweizer Nationalbank

Die Schweizer Bundesanwaltschaft hat Untersuchungen gegen den ehemaligen Präsidenten der Schweizerischen Nationalbank (SNB) eingeleitet. Der Verdacht auf Geheimnisverrat steht im Raum.

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Für Philipp Hildebrand hört die Angelegenheit mit dem fragwürdigen Devisengeschäft seiner Frau auch nach seinem Rücktritt von der SNB nicht auf. Nun hat sich die Bundesanwaltschaft eingeschaltet (Foto: Screenshot DWN).

Für Philipp Hildebrand hört die Angelegenheit mit dem fragwürdigen Devisengeschäft seiner Frau auch nach seinem Rücktritt von der SNB nicht auf. Nun hat sich die Bundesanwaltschaft eingeschaltet (Foto: Screenshot DWN).

Am Donnerstag teilte die Schweizer Bundesanwaltschaft mit, dass sie Ermittlungen gegen den ehemaligen Chef der Schweizerischen Nationalbank (SNB) aufgenommen hat. Bei den Ermittlungen soll es um die Devisengeschäfte seiner Frau in Höhe von 500.000 Dollar gehen, die kurz vor der Deckelung des Franken durch die SNB geschah.

Zuerst hatte die Weltwoche von den aufgenommenen Ermittlungen durch die Bundesanwaltschaft berichtet. Die Meldung wurde später von der Bundesanwaltschaft bestätigt. Verletzung des Amtsgeheimnisses und Verdacht auf Amtsmissbrauch stehen im Raum.

Das Verfahren gegen den SVP-Politiker Hermann Lei will die Zürcher Staatsanwaltschaft hingegen in wesentlichen Punkten einstellen. Lei hatte der Weltwoche und dem SVP-Nationalrat Christoph Blocher kompromittierende Dokumente zum fragwürdigen Devisengeschäft zukommen lassen.

Seit Mitte vergangenen Jahres arbeitet Hildebrand bei dem weltweit größten Vermögensverwalter Blackrock (hier). „Als ein Mann von höchster Integrität hat Philipp Hildebrand das Unternehmen unverzüglich über diese Angelegenheit informiert“, zitiert der Schweizer Tageanzeiger Blackrock.

 

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