Derivate-Börse Eurex durch „technischen Fehler“ lahmgelegt

Die Zahl der Ausfälle an den Börsen und bei Finanzgeschäften großer Banken nimmt immer stärker zu. Nun traf es am Montag die Derivate-Börse Eurex. Zwischenzeitlich wurde der Handel eine Stunde ausgesetzt.

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Das internationale und nationale Finanzsystem ist hochkomplex. Das zeigt sich in letzter Zeit immer deutlicher. Facebooks-Börsengang wurde durch technische Pannen zum vorübergehenden Desaster, US-Behörden fürchten Angriffe von islamistischen Hackern und Goldman Sachs verpulvert Millionen mit ungewollten Deals. Und nun gibt es auch erste Zwischenfälle auf dem europäischen Parkett.

So war die Derivate-Börse Eurex am Montag zwischenzeitlich lahmgelegt. Zwischen 8:20 und 9:20 Uhr ging nichts mehr. Eurex selbst teilte mit, dass eine fehlerhafte Zeit-Synchronisierung im System zu dem Ausfall geführt hat, so der Standard.

Marktteilnehmer an über 700 verschiedenen Standorten weltweit verbindet die Tochter der Deutschen Börse. Das Handelsvolumen liegt bei über eine Milliarde Kontrakte jährlich.

Das einstündige Aussetzen des Handels bei Eurex nahm auch das Tempo aus dem normalen Aktiengeschäft. Da Eurex überwiegend mit Derivaten handelt, war eine Absicherung von Deals nicht möglich.

Erst vergangene Woche kam es zu einem dreistündigen Totalausfall bei der US-Technologiebörse Nasdaq. US-Behörden gehen von einem Angriff durch islamistische Hacker aus (hier). Und kurz zuvor hatte es selbst Goldman Sachs geschafft einen kleinen Crash mit tausendfach falsch platzierten Optionen zu verursachen (mehr hier).

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