Wirtschafts-Krise: Iren verlassen massenweise ihre Heimat

Die Folgen den Finanzkrise: Alle sechs Minuten verlässt ein Ire seine Heimat. Vor allem junge Iren kehren ihrer Heimat den Rücken. Im Unterscheid zu den Griechen sprechen die Iren Englisch als Muttersprache. Daher können sie in die USA, nach Australien und Kanada auswandern. Für Europa ist das ein Armutszeugnis.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Immer mehr Iren verlassen ihre Heimat. Das Land befindet sich in der Rezession. Die hohe Arbeitslosigkeit vor allem bei Jugendlichen treibt die Iren ins Ausland.

Seit Beginn der Finanzkrise im Jahr 2008 sind 397.500 Iren ausgewandert, berichtet die FT. Das heißt, dass alle sechs Minuten ein Ire seine Heimat verlassen hat. Die meisten von ihnen haben Irland in Richtung Großbritannien, Australien und Kanada verlassen. Sie sind auf der Suche nach Arbeit. Im selben Zeitraum sind 277.400 nach Irland eingewandert, sodass die Netto-Auswanderung bei 120.100 Personen liegt.

Vom Anfang des Jahrtausends bis zum Ausbruch der Finanzkrise hatte Irland noch eine der höchsten Einwanderungs-Raten in der EU. Damals gab es noch reichlich gutbezahlte Jobs. Doch dann dreht sich der Trend um.

Mehr als ein Drittel der Auswanderer sind Jugendliche. Denn fast ein Drittel der 15 bis 24 Jahre alten Iren sind derzeit arbeitslos. Und wer Arbeit hat, bekommt heute deutlich geringere Löhne. Niamh Hourigan, Soziologie-Professor am University College Cork sagte:

„Emigration ist ein Reflex des irischen Volkes in Krisenzeiten. (…) Die Hoffnung ist, dass viele dieser jungen Menschen mit neuen Fähigkeiten zurückkehren können, wenn die wirtschaftlich Lage sich irgendwann wieder bessert.“

Irland ist im ersten Quartal zurück in die Rezession gefallen. Doch es gibt auch ermutigende Zeichen. So sind die offiziellen Arbeitslosenzahlen im Verlauf des letzten Jahres leicht zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 13,7 Prozent. Vor einem Jahr lag sie noch bei 14,8 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten stieg innerhalb eines Jahres um 33.800 Personen auf circa 1,9 Millionen. Doch die Auswanderungswelle hält an.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***


media-fastclick media-fastclick