Syrien: USA schicken Flugzeugträger Nimitz in die Region

Von einer Deeskalation der Syrien-Krise kann keine Rede sein. Immer mehr Kriegsschiffe der USA setzen Kurs die Region. Der Flugzeugträge Nimitz nähert sich dem Roten Meer, zusammen mit vier Schiffen des Typs Zerstörer.

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Die Militärpräsenz der USA verstärkt sich in der Krisenregion. (Grafik: Zero Hedge)

Die Militärpräsenz der USA verstärkt sich in der Krisenregion. (Grafik: Zero Hedge)

Die jüngsten Entwicklungen in der Syrien-Krise führen dazu, dass die USA ihre militärische Präsenz in Syrien verstärken. Der Flugzeugträger USS Nimitz nähert sich zusammen mit vier weiteren Kriegsschiffen des Typs Destroyer dem Roten Meer. Das US-Verteidigungsministerium sagte, die Nimitz sollen einen „begrenzten US-Schlag auf Syrien unterstützen“, sollte dies erforderlich werden.

Auch die USS San Antonio, ausgerüstet mit 300 Marines und Kommunikationstechnik, wird den fünf US Zerstörern bald Gesellschaft leisten, die sich bereits in der Nähe von Syrien aufhalten. Das Angriffsschiff USS Kearsarge, verlässt ebenso die Vereinigten Arabischen Emirate in Richtung Rotes Meer, berichtet Zero Hedge.

Das lässt die Entscheidung Obamas, für eine Intervention in Syrien auf die Unterstützung es US-Kongress zu warten, in einem neuen Licht erscheinen. In seiner Rede am Freitag hatte US-Präsident Barack Obama einen von der ganzen Welt antizipierten Militärschlag auf unbestimmte Zeit ausgesetzt (mehr hier).

Zuvor hatte Zypern bekannt gegeben, seine militärischen Basen würden nicht für einen Militärschlag gegen Syrien zur Verfügung stehen. Die Entscheidung ist wiederum von Russland beeinflusst, das kurz zuvor einer Restrukturierung der zyprischen Staatsschulden zugestimmt hatte. Russland ist gegen eine Intervention in Syrien (hier).

Auf die Unterstützung der Briten muss Obama ebenfalls verzichten. Premier David Cameron scheiterte im Parlament mit dem Versuch, den Abgeordneten die Unterstützung per Abstimmung abzuringen. Die Haltung Großbritanniens ist endgültig, die Briten werden sich nicht an dem Syrien-Konflikt militärisch beteiligen (hier).

Nur Saudi-Arabien ist noch auf der Seite der USA im Syrien-Konflikt. Die Saudis verfolgen jedoch ihre eigene Strategie (mehr zu den Plänen einer neue Pipeline vom vom Golf bis in die Türkei – hier).

Angesichts dieser militärstrategisch wichtigen Entwicklungen benötigen die USA viel mehr Zeit, ihre Truppen in Stellung zu bringen und sich auf eine Intervention vorzubereiten. Obwohl Obama in seiner Rede am Samstag versicherte, die USA sei für eine Intervention bereit, könnte eine Eskalation der Krise für die USA problematisch werden.

Deswegen muss Präsident Obama die Schlagkraft erhöhen. Die Abgeordneten des US-Kongress kommen in acht Tagen aus dem Urlaub. Erst dann kann soll eine Entscheidung fallen. Obama nutzt die Zeit zur Vorbereitung. Zu einer Zeit, in der der Krieg unwahrscheinlicher erscheint, haben die USA vier zusätzliche Zerstörer aus der Nimitz-Gruppe, zwei Marine-Schiffe und einen Flugzeugträger mobilisiert.

Deeskalation sieht anders aus.

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