Deutsche Autohersteller: Verluste im August

Die Pkw-Zulassungen schrumpften im August um 5,5 Prozent. Massenhersteller wie VW, Opel und Peugeot kommen nicht aus der Absatzkrise heraus. Der Markt ist weitgehend gesättigt. Die Erholung in Europa kann noch jahrelang auf sich warten lassen.

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Es sieht düster aus für den Absatzmarkt in Europa: Steigende Arbeitslosigkeit, Rezession und hohe Preise wirken sich schlecht auf die Neuzulassungen aus. (Foto: Flickr/gravitat-OFF, CC BY 2.0)

Es sieht düster aus für den Absatzmarkt in Europa: Steigende Arbeitslosigkeit, Rezession und hohe Preise wirken sich schlecht auf die Neuzulassungen aus. (Foto: Flickr/gravitat-OFF, CC BY 2.0)

Im August wurden 214.000 Neufahrzeuge verkauft. Das sind 5,5 Prozent weniger als im Vormonat, teilte das Flensburger Kraftfahrtbundesamt (KBA) am Dienstag mit. Damit sind die Hoffnungen auf ein Ende der Talfahrt vorerst dahin.

Im Juli hatte der Pkw-Absatz zwar leicht zugelegt. Der Monat hat aber einen Verkaufstag mehr als im August. Die Massenhersteller wie VW, Opel und Peugeot haben daher wieder mit rückläufigen Absatzzahlen zu kämpfen.

Bei den Massenherstellern ist die Krise bei VW erst spät angekommen. Dafür sind im Juli um 17 Prozent eingebrochen. VW kompensiert durch starke Absatzzahlen in China die Ausfälle im europäischen Markt und investiert massiv, um die Nummer 1 unter den Autobauern zu werden (mehr hier).

Opel verkaufte im August elf Prozent weniger Fahrzeuge als im Vorjahres-Zeitraum. Bei Peugeot sind es 27 Prozent weniger verkaufte Neufahrzeuge als vor einem Jahr. Die französische Regierung muss den Konzern mit einem Bailout von sieben Milliarden Euro im Wettbewerb halten (hier).

Der Automarkt für Massenhersteller ist weitgehend gesättigt. Hinzu kommt, dass infolge der Rezession und der hohen Arbeitslosigkeit in vielen Ländern Europas die Anschaffung eines Neufahrzeuges zu teuer ist (hier).

Die Premiumhersteller zeigen sich hingegen weitgehend unbeeindruckt von der schwachen europäischen Wirtschaft. BMW konnte seinen Absatz im August um elf Prozent binnen Jahresfrist steigern, Daimler um sechs Prozent. Audi verkaufte vier Prozent weniger Fahrzeuge, als vor einem Jahr.

Mitte September eröffnet die Internationale Automobil Ausstellung (IAA) in Frankfurt. Die dort vorgestellten, neuen Modelle der Autobauer werden erwartungsgemäß wenig zur Absatzsteigerung beitragen können. Der Automobilmarkt in Europa wird ein Vorkrisen-Niveau wohl nie wieder erreichen (hier).

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