Europas Auto-Industrie fährt Kapazitäten zurück

Mehr als die Hälfte der großen europäischen Autowerke sind unrentabel. Denn die Nachfrage in Europa wird sich auch auf absehbare Zeit nicht wieder erholen. Daher sind weitere Werksschließungen und Entlassungen unvermeidlich.

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Auf der IAA in Frankfurt präsentieren Hersteller aus aller Welt ihre neuen Modelle. Sie haben allerdings vor allem die Märkte außerhalb Europas im Blick. (Screenshot: YouTube/MercedesBenzTV)

Auf der IAA in Frankfurt präsentieren Hersteller aus aller Welt ihre neuen Modelle. Sie haben allerdings vor allem die Märkte außerhalb Europas im Blick. (Screenshot: YouTube/MercedesBenzTV)

Die Chefs der großen Autohersteller werden sich diese Woche bei der Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt treffen. Bei der alle zwei Jahre stattfindenden Show sollen nicht nur die deutschen Autofans beeindruckt werden, sondern auch Konsumenten in China, Lateinamerika, Südostasien und den USA.

Seit Jahren sinkt in Europa die Zahl der Neuzulassungen, und Analysten erwarten keine baldige Erholung der Nachfrage. Die drei deutschen Auto-Riesen, Volkswagen, BMW und Daimler werden sich daher weiter vom europäischen Markt unabhängig machen.

Mercedes wird in Frankfurt den GLA vorstellen, ein kleines SUV, berichtet das WSJ. Sport Utility Vehicles werden in Europa immer populärer. Doch wichtiger für Mercedes ist, dass die chinesischen Kunden anbeißen. Auch Volkswagens Audi zielt etwa mit dem neuen A3-Cabrio und dem SUV Q3 vorrangig auf junge Konsumenten in China und den USA.

Die Chefs der europäischen Autohersteller würden lieber über Neuentwicklungen sprechen. Doch sie werden auch mit Fragen zu unvermeidlichen Werksschließungen und Entlassungen konfrontiert werden.

Mehr als die Hälfte der 100 größten europäischen Autowerke sind zu weniger als 75 Prozent ausgelastet und daher wahrscheinlich unrentabel, so eine Umfrage der Beraterfirma Alix Partners. Automarken, die stark vom europäischen Markt abhängig sind, wie Opel und die Peugeot, stehen besonders unter Druck.

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