US-Politiker: Stimme für Obama, wenn er Friedens-Nobelpreis zurückgibt

Der Kongress-Abgeordnete Steve Stockman hat Präsident Obama einen ungewöhnlichen Deal vorgeschlagen: Wenn Obama den Friedens-Nobelpreis zurückgibt und 10 weitere, unangenehme Fragen ehrlich beantworten kann, werde er für einen Militärschlag gegen Syrien stimmen.

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Der aus Texas stammende, republikanische Kongress-Abgeordnete Steve Stockman stellt US-Präsident Barack elf kritische Fragen. Für den – höchst unwahrscheinlichen – Fall, dass Obama zufriedenstellende Antworten geben kann, wäre Stockman bereit, die Militäraktion gegen Syrien zu unterstützen.

Dazu wird es vermutlich nicht kommen.

Besonders die sechste Frage ist für Obama sehr unangenehm: „Sind Sie bereit, den Friedens-Nobelpreis zurückzugeben?“

Auch mit den anderen Fragen legt Stockman den Finger in die Wunde: Er fragt nach Libyen, das nach der US-Intervention praktisch ein „gescheiterter Staat“ sei. Stockman will wissen, warum Ägypten als die größte muslimische Nation im Nahen Osten in die Operation gegen Syrien nicht einbezogen ist. Er fragt, ob Obama allen Ernstes glaube, das Assad seine chemischen Waffen abgeben werde.

Stockman sagt, dass er von Nato-Quellen erfahren habe, dass ein Militärschlag gegen Syrien nur funktionieren könne, wenn jedes Detail gelingt – „etwas, was bei Militär-Aktionen niemals der Fall ist“. Die Nato könne nicht garantieren, dass Syrien nach einem möglichen Sturz Assads nicht in die Hände von Al Qaida fallen werde.

Stockman wirft Obama vor, dass Assad in den vergangenen Wochen genug Zeit gehabt habe, um sich mit „menschlichen Schutzschildern“ umgeben habe – Frauen und Kindern, die im Fall eine Angriffs geopfert würden.

Schließlich fragt Stockman: „Wir erhalten fast täglich Berichte, dass die Rebellen christliche Kirchen angreifen, christliche Dörfer niederbrennen und syrische Christen töten. Warum sollten die Vereinigten Staaten diese Verbrecher gegen die Menschlichkeit unterstützen?“

Eine Reaktion Obamas auf diese Fragen ist nicht überliefert. Der Präsident hält am Dienstag Abend (21 Uhr Ortszeit) eine TV-Ansprache.

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