Jugendarbeitslosigkeit in der Schweiz steigt um 14,6%

In der Schweiz waren im August wesentlich mehr Jugendliche ohne Job als erwartet. Die Gesamtquote ist doppelt so hoch wie in Deutschland. In der Schweiz gibt es zehnmal mehr Stellengesuche, als freie Stellen für Jugendliche zur Verfügung stehen.

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Kennzahlenübersicht der Arbeitslosigkeit in der Schweiz. Veränderung zum Vormonat. (Grafik: Schweizerische Eidgenossenschaft)

Kennzahlenübersicht der Arbeitslosigkeit in der Schweiz. Veränderung zum Vormonat. (Grafik: Schweizerische Eidgenossenschaft)

Die Jugendarbeitslosigkeit in der Schweiz steigt stärker als die Arbeitslosigkeit insgesamt. Von Juli auf August haben sich zusätzlich 2600 Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren als arbeitslos gemeldet. Damit stieg die Quote binnen eines Monats um 14,6 Prozent. Trotzdem hat die Schweiz nicht mit einer großen Arbeitslosigkeit zu kämpfen, die Arbeitslosenquote liegt bei drei Prozent.

Zwar hat die Schweiz im Vergleich zu Deutschland eine gut doppelt so hohe Arbeitslosenquote unter Jugendlichen. Doch der EU-Durchschnitt liegt mit 23,4 Prozent weit über der Quote der Schweizer. Der Grund für die rasante Zunahme arbeitsloser Jugendlicher im August ist auch saisonaler Natur. Denn im Vergleich zum August des letzten Jahres sind nur 2,1 Prozent Jugendliche mehr arbeitslos, so eine Erhebung des Eidgenössischen Staatssekretariats für Wirtschaft. Derzeit stehen 181.000 Stellensuchenden knapp 14.000 offene Stellen zur Verfügung.

Insgesamt sind knapp 130.000 Schweizer arbeitslos, was 8,5 Prozent mehr als im August 2012 sind. Die Arbeitslosenquote von 3 Prozent blieb jedoch unverändert. Seit 2003 schwankt die Arbeitslosigkeit zwischen 2,4 und 3,7 Prozent. Die internationale Finanzkrise hat sich auf dem Schweizer Arbeitsmarkt nicht ausgewirkt.

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