Studie warnt vor Vermögens-Verwaltungen der Banken

Die Aktien in den von den Banken verwalteten Portfolios der deutschen Anleger entwickeln sich schlechter als die Aktienbestände der Banken. Denn die Banken schieben Aktien an ihre Kunden ab, die sie selbst nicht mehr besitzen wollen.

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Deutsche Banken stellen offenbar die eigenen Profite über die Bedürfnisse ihrer Kunden. Denen verkaufen sie gezielt solche Aktien, die sie selbst loswerden wollen. Vor allem vermögende Privatkunden sind betroffen.

Wenn große deutsche Banken den Bestand bestimmter Aktien abbauen, dann tauchen diese Aktien oft in den Portfolios ihrer Kunden wieder auf, sagte Falko Fecht, Professor an der Frankfurt School of Finance and Management, den Deutschen Wirtschafts Nachrichten.

Der umgekehrte Zusammenhang konnte jedoch nicht nachgewiesen werden. Wenn die Bank den Bestand einer Aktie aufbaut, dann kommen diese Aktien nicht von ihren Kunden. Die Banken handeln also nicht einfach als Broker, so Fecht.

Vielmehr schieben sie solche Aktien, die sie selbst nicht mehr besitzen wollen, an ihre Kunden ab. „Besonders virulent ist dieser Zusammenhang bei Instituten, die ihren Kunden eine private Vermögensverwaltung anbieten“, so Fecht. Denn hier ist es sehr leicht, Aktien in den Kunden-Portfolios zu verschieben – auch ohne Wissen der Kunden.

In einer Studie untersuchte Fecht 102 deutsche Banken, die ihre Kunden bei Direktinvestitionen in Aktien im Umfang von insgesamt 700 bis 800 Millionen Euro unterstützen. Dabei stellte er fest, dass die Aktien in den Kunden-Portfolios sich deutlich schlechter entwickelten als die Aktien im Besitz der Banken selbst.

Die Falschberatung der deutschen Bank-Kunden erinnert an die Kundenberatung bei der US-Investmentbank Goldman Sachs. Während die Goldman-Banker ihren Kunden empfahlen, Gold zu verkaufen, kaufte sie selber Gold-Anteile in Rekordhöhe. Den eigenen Kunden empfahl man US-Staatsanleihen, die man selbst gewinnbringend abgestoßen hat (mehr hier).


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