Eskalation: Türkei schießt Militärhubschrauber aus Syrien ab

Die türkische Luftwaffe hat einen syrischen Kampfhubschrauber abgeschossen. Der soll sich unrechtmäßig im türkischen Luftraum aufgehalten haben. Nach dem Abschuss soll der Hubschrauber auf syrisches Territorium gefallen sein. Der Pilot ist offenbar tot.

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Das angespannte Verhältnis zwischen der Türkei und Syrien droht zu eskalieren. Türkische Kampfjets haben an der Grenze zu Syrien einen Militärhubschrauber der syrischen Luftwaffe abgeschossen.

Vizepremier Bülent Arınç sagte, dass der Hubschrauber in den türkischen Luftraum eingedrungen sei. Mehrere Warnungen der türkischen Luftwaffe seien missachtet worden. „Eine MI 17 ist um 14.20 Uhr Ortszeit etwa zwei Kilometer in den türkischen Luftraum eingedrungen (…) Um 14.25 Uhr wurde der Hubschrauber von der Luftverteidigung mit Raketen abgeschossen“, zitiert Haberturk Arınç.

Die Türkei habe sich strikt an die geltenden Einsatzregeln gehalten. Über den aktuellen Zustand des Hubschrauber-Piloten sei nichts bekannt, da der Hubschrauber auf das syrische Territorium abgestürzt sei.

Doch offenbar ist der Pilot getötet worden. Erste Videoaufnahmen der syrischen Opposition zeigen, dass der Hubschrauber vollkommen ausgebrannt ist. Unklar ist noch, ob der Pilot rechtzeitig sein Fallschirm betätigt hat.

Der Abschuss des syrischen Hubschraubers könnte auch ein Akt der Revanche sein. Denn im vergangenen Jahr wurde ein türkischer Aufklärungs-Jet von der syrischen Luftwaffe abgeschossen. Bei dem Abschuss kamen zwei Piloten ums Leben. Ankara behauptete, dass das Flugzeug sich auf einem unbewaffneten Testflug befand und in internationalen Gewässern heruntergeholt worden sei.

Syrien bestand jedoch darauf, dass man den Jet im eigenen Luftraum mit einer Luftabwehrwaffe und nicht via Laser gesteuerten Raketen abgeschossen hätte.

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