Gegen Troika-Diktat: Generalstreik in Griechenland

Die Gewerkschaften haben in Griechenland zu einem zweitägigen Streik aufgerufen. Behörden, Schulen und andere Einrichtungen bleiben geschlossen. Auch der private Sektor schließt sich dem Streik aus Solidarität an. Es geht gegen die Spar-Vorschriften aus Brüssel.

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Griechische Gewerkschaften haben für Mittwoch und Donnerstag zu einem Generalstreik aufgerufen. Schulen, Gerichte und Behörden bleiben geschlossen, in Krankenhäusern wird das Personal für den Zeitraum auf ein Minimum reduziert, Züge verkehren nur wenige Stunden am Tag. Auch der private Sektor legt aus Solidarität für vier Stunden die Arbeit nieder.

Den Protest-Aufrufen der Gewerkschaften folgten allein in Athen 10.000 Menschen. Auch in anderen Städten kam es zeitgleich zu Demonstrationen. Es werde nicht allein gegen die Entlassungen im öffentlichen Dienst protestiert. „Wir protestieren auch ganz allgemein gegen die anhaltende Sparpolitik der Regierung“, zitiert das Wall Street Journal Tania Karagiannis von der Gewerkschaft ADEDY.

Der Streik soll auch internationale Aufmerksam erreichen. Nur in wenigen Tagen wird die Troika erneut in Griechenland zu Kontrollen erwartet. Sie soll die Entwicklung der Sparmaßnahmen bewerten. Um sich die Zahlungen der nächsten Tranche zu sichern, müssen 25.000 Angestellte entlassen oder in die sogenannte Mobilitäts-Reserve geschickt werden (mehr hier).

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