Kenia: Mindestens 39 Tote bei Terror-Anschlag auf Einkaufs-Zentrum

Bei einem bewaffneten Überfall auf ein Einkaufszentrum in Nairobi sind nach ersten Angaben mindestens 32 Menschen getötet worden. Das Innenministerium Kenias wertet den Angriff als „Terror-Anschlag“. Augenzeugen zufolge richtete sich der Angriff gezielt gegen Nicht-Muslime.

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Kenianische Behörden werten den Überfall auf ein Einkaufszentrum in Nairobi als Terror-Anschlag. Die Angreifer schickten Augenzeugen zufolge Muslime aus der Mall, bevor sie um sich schossen und mit Granaten warfen. Am Abend bestätigten die Behörden 39 Tote. Mehr als 50 Personen sollen verletzt worden sein.

Die Täter haben sich unterdessen im Einkaufszentrum verschanzt. Die Behörden haben damit begonnen, die Parkplätze vor dem Gebäude zu räumen und bereitet die Erstürmung vor.

Bei den Tätern handele es sich um mindestens zehn Personen, so der Polizeichef Benson Kibue. Welcher Gruppe die Angreifer angehören, erklärten die Behörden bisher nicht. Zunächst berichteten Medien, es handle sich um einen Raubüberfall. „Sie sahen nicht aus wie Diebe. Das ist kein Raubüberfall“, sagt später einer der Augenzeugen, Yukef Manasseh. „Wachen, die sie sahen, sagten, sie würden wahllos schießen“, zitiert ihn Reuters weiter.

Die Regierung warnt die Bevölkerung über Twitter, sich vom Einkaufszentrum fernzuhalten.

In Kenia kam es in den vergangenen Jahren vermehrt zu Anschlägen. Viele von denen gehen auf die somalische al-Shabaab zurück. Kenia hatte Truppen zur Bekämpfung der Al-Shabaab nach Somalia entsendet. Über ihren eigenen Twitter-Account hat sich die Al-Qaida-nahe Miliz zu dem Angriff bekannt:

Ende Juli hatte die Al-Shabaab einen Selbstmordanschlag gegen ein Wohngebäude der türkischen Botschaft in Somalia verübt. Ein Polizist wurde getötet. Zwei weitere wurden verletzt.

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