Bundestagswahl: Reaktionen aus den Parteien

Die Parteien reagierten naturgemäß unterschiedlich auf den Wahlausgang. Die CDU erzielt ein historisch gutes Ergebnis und liegt 16 Prozent vor der SPD. Die Linken zeigen Schadenfreude über das Ergebnis der SPD. Die FDP ist enttäuscht.

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Angela Merkel (CDU): „Wir hatten auch schon andere Wahlabende hier. Heute kann man mal froh sein. Das freut mich auch.“

Horst Seehofer (CSU): „Der Sieger des heutigen Abends steht fest. Es ist die Christlich Soziale Union. Unsere Europa Politik ist richtig. Deutschland geht es gut, Bayern geht es noch besser. “ Zur AfD: „Wir müssen unsere Kommunikation verbessern, unsere Politik ist richtig.“

Peer Steinbrück (SPD: „An diejenigen, die meinen, die SPD habe einen lahmen, inhaltsleeren Wahlkampf geführt. Die SPD hat keinen inhaltsleeren Wahlkampf geführt. Die Lage ist sehr unklar. Deshalb sind Spekulationen über eine Regierungsbildung unangebracht. Der Ball liegt im Spielfeld von Angela Merkel. Sie muss sich um eine Regierungsbildung kümmern.“

Günter Brinker (AfD): „Den Sprung über die 5 Prozent-Hürde werden wir schaffen und die Sensation liegt hier heute auf dem Tisch.“

Gesche Joost (SPD): „Ich hätte mir mehr erhofft. Der Wähler möchte offenbar, dass alles so bleibt, wie es ist. Es war wohl zu viel Wagemut im Wahlkampf. Man hätte einiges anders ausdrücken müssen.“

Thomas Strobl (CDU): „Das ist ein sensationelles Ergebnis. Wir haben acht bis neun Prozent zugelegt. Das ist das beste Ergebnis seit 1990.“

Bernd Lucke (AfD): „Wir haben die Demokratie gestärkt. Wir haben die Demokratie ertüchtigt. Dieser Wahlkampf war eine Team-Arbeit.“

Serap Güler (CDU): „Genial. das Ergebnis ist eindeutig: Die Mehrheit will eine CDU geführte Bundesregierung. Wir hoffen natürlich jetzt auf eine absolute Mehrheit. Schön, dass die gute Politik unserer Bundeskanzlerin so stark bestätigt wurde. Die Menschen sind zufrieden mit der Union, sie wollen keinen Wechsel. Das freut uns!“

Matthias Höhn (DIE LINKE): „Schwarz-Gelb ist abgewählt! Die FDP verlässt heute den Bundestag.“

Lasse Becker (FDP): „Das ist ein heftiges, desaströses Ergebnis. Wir sollten jetzt hier über den Wiederaufbau der FDP nachdenken. Denn das ist ein Schlag gegen die FDP. Wir haben in der Legislaturperiode und im Wahlkampf viele Fehler gemacht. Jeder in der Parteiführung ist mitverantwortlich. Man wählt niemanden, der sich zum Wurm macht.“

Bernd Riexinger (DIE LINKE): „Wenn die AfD nicht reinkommt und auch die FDP nicht reinkommt, dann gibt es wahrscheinlich eine Mehrheit von Rot-Rot-Grün.“

Rainer Brüderle (FDP): „Heute ist ein schwieriger Abend. Wir warten noch auf die Auszählung und hoffen, dass wir den Sprung noch schaffen. Das ist das schlechteste Ergebnis, was die FDP bisher erreicht hat. Ich übernehme dafür die Verantwortung.“

Steffi Lemke (Grüne): „Wir haben unser Wahlziel, eine Rot-Grüne Regierung zu bilden, nicht erreicht. Ich glaube nicht, dass es zu einer Schwarz-Grünen Regierung kommen wird.“

Florian Pronold (SPD): „Das ist ein fulminantes Ergebnis. Doch wir konnten unser angepeiltes Wahlziel nicht erreichen. Der Wählermarkt wird immer schwieriger.“

Gregor Gysi (DIE LINKE): „Wer hätte das 1990 gedacht? Dass diese Partei die drittstärkste Partei der Bundesrepublik wird. Die SPD ist in einer schwierigen Situation, die ich ihnen auch gönne.“

Peter Altmaier (CDU): „Das ist ein klares Signal an die CDU. Deutschland soll seine erfolgreich Politik fortsetzen. Wir sind ein Stabilitätsanker.“

Volker Kauder (CDU): „Die Wähler wollen, dass Angela Merkel Kanzler bleibt. Die Dinge sind so knapp, da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.“

Philipp Rösler (FDP): „Ich habe die Partei in einer schwierigen Zeit übernommen. Das ist die bitterste Stunde seit Gründung der Partei.“

Jürgen Trittin: „Wir haben verloren in diesem Wahlkampf. Alle kleineren Parteien haben verloren in diesem Wahlkampf. Das ist die bittere Wahrheit. Wir kämpfen weiter.“

Frank Walter Steinmeier (SPD): „Ich hatte den Eindruck, dass die Debatte in den letzten zwei bis drei Wochen inhaltlicher geworden ist und wir Zuspruch gewonnen haben in der Bevölkerung. Wir haben dazu gewonnen, sind aber nicht der Gewinner des Abends.“

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