Wahlen in Österreich: Euro-Skeptiker könnten Parlament verändern

Die beiden großen Volksparteien SPÖ und ÖVP liegen beide in Umfragen zwischen 23 und 27 Prozent. Eine Weiterführung der Großen Koalition könnte gelingen. Doch die kleineren Parteien vereinen immer mehr Stimmen. Vor allem die EU-kritischen Parteien haben in Umfragen zugelegt.

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Die Wahlen zum österreichischen Nationalrat am Sonntag könnten erstmals eine starke Phalanx der euroskeptischen Parteien bringen. Die beiden regierenden Parteien, die SPÖ und die ÖVP, liegen nur ein paar Prozentpunkte auseinander. FPÖ, BZÖ und das Team Stronach könnten den ehemaligen Großparteien erheblich zu schaffen machen. Anders als in Deutschland erwarten die Grünen ein gutes Ergebnis.

So lagen die SPÖ und die ÖVP in den Umfragen seit Juli jeweils zwischen 26 und 28 Prozent sowie zwischen 22 und 26 Prozent. Zuletzt konnte die ÖVP in Umfragen sogar nur 23 Prozent erreichen. Kurz dahinter findet sich bereits die FPÖ mit ihrem Bundesvorsitzenden Heinz-Christian Strache mit derzeit potentiellen 21 Prozent, so die Kleine Zeitung.

Die Grünen und Team Stronach dürften die Vier-Prozent-Hürde ebenfalls schaffen. Mit 7 Prozent wäre dann mit dem Team Stronach neben der FPÖ eine zweite eurokritische Partei im Nationalrat. Noch im August 2012 hatten bei einer Umfrage des Linzer Market-Instituts 34 Prozent der Österreicher gesagt, dass sie es für wünschenswert halten, dass Stronach ins Parlament kommt (hier).

Bei den Jungwählern zwischen 16 und 29 Jahren liegen die Grünen vorn, wie eine Umfrage von Institut für Jugendkulturforschung zeigt. Die SPÖ folgte mit 14 Prozent und die FPÖ mit 9 Prozent. Immerhin jeder zehnte Jugendlichen erwägt sogar, nicht zur Wahl zu gehen. „Der Frust über die Politik ist auf einem neuen Höchststand angekommen“, zitiert Die Presse den Leiter der Studie, Philipp Ikrath.

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