Blackstone warnt vor weltweiter Kredit-Blase

Eine der größten Investmentfirmen der Welt hält das globale Finanzsystem für überschuldet. Die hohen Bewertungen von Anleihen und Aktien könnten nicht aufrechterhalten werden.

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Die US-Investmentfirma Blackstone warnt davor, dass die Bewertung von Finanzwerten aus dem Gleichgewicht geraten ist. Dies werde nicht so bleiben.

„Wir sind meines Erachtens mitten in einer unglaublichen Kreditblase“, zitiert CNBC den weltweiten Chef der Private-Equity-Abteilung von Blackstone, Joseph Baratta. So etwas habe er in seiner Karriere noch nicht gesehen. Der Preis für eine hochverzinste Anleihe sei im Verhältnis zu den Erträgen so niedrig niemals zuvor.

Blackstone ist eine der größten Investmentfirmen der Welt. Sie managt privaten Aktienbesitz im Umfang von 53 Milliarden Euro und insgesamt 230 Milliarden Euro.

Blackstone rechne mit einem Wirtschaftswachstum in den USA von 1 bis 3 Prozent. Doch „die Bewertungen, die wir bezahlen müssen im Vergleich zu den Wachstumsaussichten, sind derzeit aus dem Gleichgewicht“, so Baratta. Die hohen Bewertungen vieler Unternehmen machten es ihnen schwerer zu wachsen.

Baratta erwartet, dass die Kreditblase platzen wird. Zinssätze, Kreditaufschläge und die Preis für Unternehmensanleihen würden wieder zu normalen Werten zurückkehren.

Auch der frühere Chef-Ökonom der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), William White, warnte kürzlich vor einer enormen, weltweiten Kreditblase. Die aktuelle Lage sei wesentlich gefährlicher als vor der Lehman-Insolvenz (mehr hier).

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