Marc Faber warnt vor Inflation: „Alles ist massiv aufgeblasen!“

Das Finanzsystem sei überschuldet wie niemals zuvor, sagt der Schweizer Investor Marc Faber. Daher werde der Crash verheerende Folgen haben. Anzeichen für ein Platzen der Kredit-Blase gebe es bereits. Die US-Regierung muss massiv Kredite aufnehmen, um ihre Zinsen zu zahlen. Das kann nicht gutgehen.

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Der Investor Marc Faber sieht erste Anzeichen für einen kommenden, unvermeidlichen Crash. Zusätzliche Kredite zeigten kaum noch eine Wirkung und die US-Regierung sei massiv überschuldet.

Die Schuldenstände seien heute deutlich höher als etwa in den 50er und 70er Jahren. „Daher kann ein Markt-Crash der Wirtschaft heute ernsthaften Schaden zufügen“, zitiert die SCMP den Investor.

„Wir haben eine Phase gewaltiger Inflation bei Aktien, Anleihen, Rohstoffen und Immobilien. Wir haben im Grunde genommen eine gewaltige weltweite Vermögens-Blase. Alles ist massiv aufgeblasen.“

Zudem habe es seit 2007 eine „kolossale Inflation“ bei hochwertigen Gütern gegeben, etwa bei Gemälden, so Faber. Ökonomen sollten zwischen zwei Arten des Wirtschaftswachstums unterscheiden. Wenn die Kredite im gleichen Umfang wachsen wie die Wirtschaft, dann sei das gesund. Doch wenn die Kredite schneller wachsen als die Wirtschaft, dann sei das verheerend.

Wenn Kredite zur Bildung von Kapital für Investitionen genutzt werde, dann sei das viel nützlicher für die Wirtschaft, als wenn die Kredite zum Konsum verwendet werden, wie es in den USA der Fall sei, so Faber.

„Eines Tages wird diese ganze Kreditblase platzen, das wird sehr schlimm. Es wird einen vollständigen Einbruch bei allen Vermögenswerten geben. Doch wann das passiert, weiß ich nicht.“

Es seien bereits tiefe Risse im Finanzsystem erkennbar, so Faber. Einst habe ein Dollar an zusätzlichem Kredit erhebliches Wirtschaftswachstum geschaffen. Doch heute zeige ein zusätzlicher Dollar kaum noch Wirkung. „Das zeigt, dass wir das Ende der Geldpolitik erreicht haben“, sagte Faber.

Ein weiteres Zeichen dafür, dass das Finanzsystem auf einen Crash zusteuere, sei die Verschuldung der US-Regierung. Diese müsse Staatsanleihen ausgeben, nur um die Zinsen der bestehenden Schulden begleichen zu können, so Faber.

Schon jetzt hält die Federal Reserve knapp ein Drittel aller US-Schuldpapiere. Und ihr Anteil wächst um circa 0,23 Prozentpunkte pro Woche (mehr hier). Irgendwann werden sich die USA vollständig über die Notenpresse finanzieren müssen. „Das wird das Endspiel sein – dann gibt es einen Zusammenbruch der Währung.“

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