Zu viel Unruhe: Draghi behält niedrigen Leitzins bei

Die Entwicklungen in Italien und den USA sind der EZB zu undurchsichtig. Beide Länder könnten in den kommenden Wochen zu massiven Unruhen am Staatsanleihenmarkt führen. Aus diesem Grund druckt die EZB lieber weiter Geld.

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Die lockere Geldpolitik der EZB wird fortgesetzt. Bei der heutigen EBZ-Ratssitzung in Paris wurde beschlossen, den Leitzins nicht anzuheben. Damit steht dieser weiterhin auf dem historischen Tiefstwert von 0,5 Prozent.

Zu unsicher ist die derzeitige, politische Lage in Europa und den USA. In Italien muss sich Premier Letta einem Vertrauensvotum stellen – die ganze Regierung wackelt – in Deutschland ist eineinhalb Wochen nach der Wahl noch keine Regierungskoalition gebildet und in den USA herrscht Stillstand (hier).

Je nachdem, was sich in diesen drei Ländern in den kommenden Wochen abspielt, ist mit massive Turbulenzen am Finanzmarkt zu rechnen. Aus diesem Grund hält Mario Draghi am niedrigen Leitzins fest. Das Signal, dass er aussenden will: Was auch passiert, die EZB wird es nicht zulassen. Die Frage ist nur, wie lang die Investoren den Worten des EZB-Chefs noch Glauben schenken.

Insofern wird vielleicht die Pressekonferenz am Nachmittag Aufschluss darüber geben, ob die EZB noch neue Maßnahmen vorweisen kann oder, ob die Instrumente bereits begrenzt sind.

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