Die Party geht weiter: Janet Yellen wird Fed-Chefin

US-Präsident Barack Obama wird am Mittwoch die bisherige Bernanke-Stellvertreterin Janet Yellen zur neuen Chefin der US-Notenbank ernennen. Die Super-Reichen dürfen jubeln: Es wird weiter gedruckt.

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Janet Yellen soll am Mittwoch zur neuen Chefin der US-Notenbank Federal Reserve ernannt werden. Das ist eine gute Nachricht für all jene, die vom billigen Geld der Fed profitieren. Yellen gilt als eine ausgewiesene Unterstützerin des Geld-Druckens. Das künstliche Geld erlaubt es der globalen Finanz-Elite, weiter im großen Stil zu spekulieren.

Janet Yellen hat ihren inhaltlichen Schwerpunkt im Bereich des Arbeitsmarkts. Sie ist eine Verfechterin der expansiven Geldpolitik. Eine Inflation würde sie im Gegenzug für eine niedrigere Arbeitslosenquote in Kauf nehmen.

In einem Interview mit der New York Times hatte Yellen in bemerkenswerter Offenheit eingeräumt, keine einzige der Finanz-Katastrophen der jüngeren Vergangenheit vorhergesehen zu haben. Sie sagte, ihr seien die Probleme erst aufgefallen, als bereits alles im Fallen war.

Yellen ist insgesamt staatlichen Eingriffen zugeneigter als ihr kurzzeitiger Herausforderer Larry Summers. So setzt sie sich im Gegensatz zu Larry Summers für eine stärkere Regulierung der Finanzmärkte ein. Das geht aus einer Rede beim Internationalen Währungsfonds (IWF) hervor, die sie im Juni hielt. Dabei geht es hier hauptsächlich um die Stabilität systemrelevanter Finanzinstitute (SIFI- systemically important financial institution).

Allerdings haben die Regulierungen bisher die globalen Spekulanten nicht besonders beeindruckt.

Sie brauchen nur eine Bank.

Die Bank des billigen Geldes.

Die neue Chefin der Bank dürfte ihre Kunden nicht enttäuschen.

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