USA: Computer-System für Lebensmittel-Karten ausgefallen

In mehreren US-Bundesstaaten ist am Samstag das Computer-System für die Lebensmittel-Karten ausgefallen. Bedürftige, die mit diesen Karten in den Supermärkten einkaufen können, mussten ihre Lebensmittel zurückgeben. Der Ausfall hatte jedoch offenbar nichts mit dem Shutdown zu tun. Viele Amerikaner waren ratlos – und blieben hungrig.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic
Die elektronische Lebensmittel-Karte EBT ist für viele Amerikaner die einzige Möglichkeit, an Essen zu kommen. Am Samstag fiel das Computer-System aus. Allerdings soll nicht der Shutdown, sondern eine Computer-Panne den Blackout verursacht haben. (Foto: ebtapp.com)

Die elektronische Lebensmittel-Karte EBT ist für viele Amerikaner die einzige Möglichkeit, an Essen zu kommen. Am Samstag fiel das Computer-System aus. Allerdings soll nicht der Shutdown, sondern eine Computer-Panne den Blackout verursacht haben. (Foto: ebtapp.com)

Die elektronischen Lebensmittel-Karten waren am Samstag von einem Computerausfall betroffen: In Kalifornien, Massachussetts, Maine, Ohio, Michigan, Virginia, Georgia, Michigan, Alabama , Virginia und mehreren anderen Bundesstaaten wurden für viele Bedürftige der Einkauf der täglichen Lebensmittel zum Alptraum.

Die Karten-Besitzer mussten die Lebensmittel zurücklassen. Der „Computerausfall“ begann um sieben Uhr morgens und war bis zum Nachmittag noch nicht behoben.

Viele Amerikaner machen sich Sorgen, dass der Ausfall mit dem Shutdown zusammenhängen könnte. CBS berichtete dagegen, dass der Ausfall mit der Zahlungsunfähigkeit nichts zu tun habe. Es habe eine „System-Wartung“ beim Betreiber Xerox gegeben, die den Ausfall verursacht habe. Xerox sagte, dass jene Bürger, die dringend Lebensmittel brauchen – etwa für Kinder – könnten mit ihren lokalen Händlern über einen Not-Gutschein verhandeln – sofern die Händler einen solchen anbieten.

Knapp 50 Millionen Amerikaner sind auf die Lebensmittelkarten angewiesen. Der Einkauf ist mit einer elektronischen EBT-Karte möglich. EBT steht für „Electronic Benefits Transfer“ System.

Die Zahl der Empfänger von Lebensmittel-Karten ist unter der Regierung Obama dramatisch angestiegen.

Während also die Super-Reichen weiter vom billigen Geld der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) profitieren, stehen 50 Millionen Amerikaner im Supermarkt und können keine Lebensmittel mehr kaufen.

Noch sind keine aggressiven Reaktionen der Bezieher bekannt.

Doch das kann sich ändern, weil der „Wohlfahrtsstaat“ in Amerika zu einem System geworden ist, in dem Millionen Menschen nur überleben, weil ihnen der Staat das Essen bezahlt.

Der Finanzblog Zerohedge kommt zu dem Ergebnis: „Wenn der Nasdaq für drei Stunden offline ist, merkt das außer einigen Elektro-Röhren keiner. Bringe das EBT-System zu Fall – und du hast in kürzester Zeit eine richtige Revolution!“

Knapp 50 Millionen Amerikaner brauchen Lebensmittel-Karten zum Überleben. (Grafik: zerohedge)

Knapp 50 Millionen Amerikaner brauchen Lebensmittel-Karten zum Überleben. (Grafik: zerohedge)

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***

media-fastclick media-fastclick