Obamas falsche Freunde: Syrische Rebellen verüben Massaker an Zivilisten

Mindestens 190 Zivilisten sollen nahe der syrischen Stadt Latakia von Rebellen getötet und über 200 entführt worden sein. Mehrere Rebellen-Gruppen haben das Massaker verübt, berichtet Human Rights Watch. Finanziert wurden die Rebellen von den Golf-Staaten. Sie wären diejenigen gewesen, denen die Amerikaner mit einem Militärschlag gegen Assad zu Hilfe geeilt wären.

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Während in Syrien gerade damit begonnen wird, die Chemiewaffen des Landes zu vernichten, taucht ein neues Massaker in Syrien auf. In einem 105-seitigen Bericht der Organisation Human Rights Watch wird ein Fall geschildert, bei dem Rebellen bzw. Oppositionsgruppen Verbrechen an Zivilpersonen verübt haben sollen.  Das Ganze soll sich am 4. April. In der Nähe der syrischen Stadt Latakia, südwestlich der Küstenstadt Aleppo, ereignet haben.

Rebellen sollen einen Armeestützpunkt überrannt und zehn alawitische Dörfer besetzt haben – Syriens Präsident Assad gehört zur alawitischen Minderheit des Landes. Erst zwei Wochen später gelang es der syrischen Regierung, wieder die Dörfer unter Kontrolle zu kriegen. Die Bilanz, so Human Rights Watch: Die bewaffneten Oppositionsgruppen töteten mindestens 190 Zivilisten und nahmen über 200 Zivilisten als Geiseln. Regelrechte Hinrichtungen sollen stattgefunden haben.

„Diese Übergriffe waren keine Aktion von skrupellosen Kämpfern“, so Joe Stork von Human Rights Watch. „Diese Operation war ein koordinierter, geplanter Angriff auf die Zivilbevölkerung in diesen alawitischen Dörfern.“ Die Untersuchungen von Human Rights Watch ergeben, dass mindestens 20 verschiedene bewaffnete Oppositionsgruppen an der Aktion beteiligt waren. Fünf Gruppen zählten jedoch zu den Hauptakteuren und Finanziers: Ahrar al-Sham, Islamic State of Iraq and Sham, Jabhat al-Nusra, Jaish al-Muhajireen wal-Ansar und Suquor al-Izz. Die über 200 Geiseln sollen sich noch immer in den Fängen der zwei Oppositionsgruppen Islamic State of Iraq and Sham und Jaish al-Muhajireen wal-Ansar befinden.

Human Rights Watch zufolge konnten einige Individuen identifiziert werden, die die Operation von Anfang April bzw. die an der Operation beteiligten Gruppen finanziell unterstützt haben. Überwiegend sollen diese aus den Golfstaaten kommen. Allerdings „gibt es noch keinen Beweis, dass die Finanziers und Unterstützer zu der Zeit, als die finanzielle Unterstützung gewährten, von den geplanten Tötungen und Geiselnahmen wussten“, so der Bericht.

Mittlerweile sollen in Syrien über 115.000 Menschen getötet worden sein, so das Syrian Observatory for Human Rights. Der UN zufolge werden Ende dieses Jahres 3,2 Millionen Syrer Flüchtlinge sein. Mehr als 5,2 Millionen könnten es im kommenden Jahr werden, zitiert NBCNews UN-Beobachter.

Die Situation im Land könnte nicht komplizierter sein. Noch immer ist nicht eindeutig geklärt, dass tatsächlich Assad bzw. seine Regierung den Giftgasanschlag durchgeführt hat. Der Anschlag, der nun die Vernichtung der Chemiewaffen im Land zur Folge hat. Von der einstigen Bevölkerung die noch vor Ausbruch der Krieges in Syrien auf die Straße gegangen war, um zu protestieren, ist bei den Oppositionellen nicht mehr viel zu sehen. Vielmehr sind viele der in den  Oppositionsgruppen Kämpfenden von der Nationalität her keine Syrer, sondern Söldner, wie es auch im Libyen Krieg zu sehen war.

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