Veteranen aufgebracht gegen Obama: „Schließt das Weiße Haus!“

In Washington haben am Sonntag etwa tausend Demonstranten die Barrikaden vor den Kriegs-Denkmälern niedergerissen. Sie warfen die Barrikaden vor das Weiße Haus. Die Polizei rückte mit Scharfschützen an und befand sich im „Ausschreitungs-Modus“. Hinter den Kulissen verhandeln die Parteien über einen Kompromiss im Schulden-Streit. Deutsche Bank-Chef Anshu Jain befürchtet eine Katastrophe, wenn die Schulden-Obergrenze nicht angehoben wird.

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Die Veteranen am Sonntag vor dem Weißen Haus, auf dem Dach sind Scharfschützen postiert. (Foto: Jake Harris via Twitter)

Die Veteranen am Sonntag vor dem Weißen Haus, auf dem Dach sind Scharfschützen postiert. (Foto: Jake Harris via Twitter)

In einem Marsch von etwa tausend Krieg-Veteranen entlud sich am Sonntag in Washington der Zorn vieler Amerikaner gegen das politische Establishment. Die Veteranen, ihre Familien und Freunde wollten gegen die Schließung der Kriegs-Denkmäler protestieren, die durch den Shutdown nicht mehr öffentlich zugänglich sind.

Wie CBS berichtet, demontierten die Demonstranten die Eisen-Barrikaden vor dem Denkmal für den Zweiten Weltkrieg. Bilder auf Social Media-Plattformen zeigen, wie die Demonstranten die Eisenteile dann vor das Weiße Haus schleppten und sie dort vor den Zaun warfen.

Der „Million Vet March“ richtet sich gegen die katastrophale Politik und im besonderen gegen US-Präsident Barack Obama. Einige Demonstranten trugen Schilder mit der Aufschrift „Schließt das Weiße Haus“. Andere fordern die Amtsenthebung von Präsident Barack Obama. Auf anderen Plakaten stand: „Tear down these walls!“ und „Ihr arbeitet für uns!“

Veteranen werfen die Barrikaden, die sie zuvor beim Weltkriegs-Denkmal demontiert hatten, vor den Zaun des Weißen Hauses in Washington. (Foto: Jake Harris via Twitter)

Veteranen werfen die Barrikaden, die sie zuvor beim Weltkriegs-Denkmal demontiert hatten, vor den Zaun des Weißen Hauses in Washington. (Foto: Jake Harris via Twitter)

An der Demonstration nahmen auch prominente Vertreter der Tea Party teil: Sarah Palin und der texanische Senator Ted Cruz unterstützen die Forderungen der Demonstranten. Palin sagte, dass die Veteranen zum Bauernopfer der US-Politik würden.

Die Polizei war während der Demonstration in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden. Sie befürchtete, dass die Ausschreitungen eskalieren könnten. Auf dem Dach des Weißen Hauses waren Scharfschützen postiert.

Nach dem Ende der Proteste wurden die Kriegs-Denkmäler wieder geschlossen. Eine Person wurde nach Angaben der Polizei in Washington verhaftet.

Nach den Fernfahrern, die die Proteste der Veteranen teilweise mit ihren Fahrzeugen verstärkten, war dies der zweite heftige Protest der Amerikaner gegen ihre politische Klasse.

Der Protest der Veteranen gegen die politischen Eliten: (Foto: veterans protest via pinterest)

Der Protest der Veteranen gegen die politischen Eliten: (Foto: veterans protest via pinterest)

In der Zwischenzeit führen Republikaner und Demokraten hektische Gespräche hinter den Kulissen, um die Staats-Pleite der USA zu verhindern, wie die Washington Post berichtet. Politico berichtet ebenfalls, dass die beiden Parteiführer im Kongress, Harry Reid von den Republikanern und Mitch McConnell von den Demokraten, über einen Kompromiss verhandeln. Demnach hat es den Anschein, als könnten sich die Republikaner mit ihrer Forderung der Abschaffung von Obamacare nicht durchsetzen.

Die amerikanischen Politiker bekommen auch mächtig Druck von den Banken: Bei der Jahrestagung von IWF und Weltbank sagte Deutsche Bank-Chef Anshu Jain, eine US-Pleite hätte „katastrophale Folgen“ für das Weltfinanz-System.

Die Börsen in Asien reagierten unentschlossen auf die weiter angespannte Lage in den USA.

Am Samstag waren die Computer für die Lebensmittel-Karten ausgefallen.

Amerika zu Beginn des 21. Jahrhunderts.


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