US-Senat: Republikaner und Demokraten einigen sich im Schulden-Streit

Politiker beider Parteien haben sich zu einem Kompromiss durchgerungen. Die vorübergehende Pleite der USA ist vorerst verschoben. Bis zum Nachmittag stieg die Nervosität, Investoren halten allein Anleihen im Wert von 120 Milliarden Dollar, die am Donnerstag auslaufen. Der Kongress muss der Einigung allerdings noch zustimmen.

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Rendite für zehnjährige US-Anleihen. (Grafik: zerohedge)

Rendite für zehnjährige US-Anleihen. (Grafik: zerohedge)

Schon kurz nach Aufkommen des Gerüchts über eine Einigung sanken die Zinssätze für zehnjährige US-Anleihen rapide. Am 17. Oktober würden die USA die derzeit auf 16,7 Billionen Dollar festgelegte Schuldenobergrenze erreichen, wenn die nun erfolgte Einigung im Senat nicht erfolgreich den Kongress passiert und die Zustimmung von Obama erhält.

Allein in der Zeit von 17. Oktober bis 7. November müssen die USA  417 Milliarden Euro bezahlen – ohne die laufenden Kosten für die Verwaltungen zu beachten (mehr hier).

Die Ratingagentur Fitch drohte am Mittwoch mit dem Entzug der Bestnote Triple A, sollten sich Republikaner und Demokraten nicht einigen. Abgesehen von diversen Geldmarktfonds, die auf sichere Anlagen setzen müssen (hier), kam es jedoch noch nicht zu Panikverläufen.

Am Mittwoch hatten die meisten Märkte mit leichten Verlusten geöffnet. Die Aktienkurse fallen, aber sie fallen nur leicht. So war der FTSE 100 um 0,5 Prozent im Minus, der Dax liegt aktuelle bei 8.793 Punkten (-0,12%) und der französische Aktienindex CAC erreichte ein Minus von 0,77 Prozent. Der Dow Jones fiel am Dienstag auf 15.168 Punkte, die Nasdaq schloss 0,6 Prozent niedriger.

In Asien zeigte sich, trotz der engen Verflechtungen Chinas mit den USA, ein ähnlicher Trend. Hong Kongs Hang Seng rutschte um 0,5 Prozent ab, Chinas Shanghai Composite  gab 1,8 Prozent nach. Japans Nikkei konnte hingegen sogar ein leichtes Plus verbuchen (+0,2%). China ist der größte ausländische Geldgeber der USA. Das Land hält US-Staatsanleihen im Wert von 1,3 Billionen Dollar. Vergangene  Woche warnte der chinesische Premier Li Keqiang Obama bereits davor, die Schulden nicht pünktlich zu bezahlen (hier).

Vor allem für den späten Nachmittag wurden an den Finanzmärkte noch etliche Bewegungen erwartet. „Wenn der Eindruck entsteht, dass es bis dann keine weiteren Fortschritte gibt,  könnte am späten Nachmittag sehr gut ein Ausverkauf stattfinden“, zitiert die Washington Post Alastair McCaig von IG. So sitzen etwa Investoren auf Anleihen im Wert von 120 Milliarden Dollar, deren Laufzeit am Donnerstag ausläuft, so Bloomberg.

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