Sieg für Obama: Noch mehr Schulden – bis Februar

Der US-Schuldenstreit geht in die Weihnachts-Pause: Mit 81 zu 18 Stimmen billigte der Senat die Erhöhung der Schulden-Obergrenze. Republikaner-Chef John Boehner ist angeschlagen und sagte, der Kongress werde zustimmen. Das sind gute Nachrichten für Millionäre.

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Die USA haben die Staatspleite durch die Aufnahme von noch mehr Schulden abgewendet. Präsident Barack Obama zeigte sich zufrieden. Der Kongress folgte dem Votum des Senats und stimmte mit 285 zu 144 für den Deal.

Für den Republikaner-Sprecher John Boehner ist die Niederlage ein Deja-vu: Er war schon beim Steit im Jahr 2011 von seiner Partei überrumpelt worden. Boehner ist nun zwar angeschlagen, aber er darf weitermachen (mehr zum Spiel – hier).

Für die meisten Senats- und Kongress-Abgeordneten ist der Kompromiss – neue Schulden bis zum 7. Februar 2014, danach Verhandlung über neue-neue Schulden – eine gute Nachricht in eigener Sache. Die meisten von ihnen sind wohlhabend. Insgesamt gibt es 261 Millionäre im Kongress. Die Politiker waren zu Beginn des Shutdowns von ihren Chefs der Banken-Lobby daran erinnert worden, dass es zum Weltuntergang kommen werden, wenn es zu keinem Kompromiss kommt (mehr hier).

Interessant ist, dass sich die einzelnen Vermögen von Demokraten und Republikaner in der Krise angeglichen haben. Waren die Republikaner bis 2008/2009 um ca. ein Drittel reicher, beträgt jetzt die Lücke 20.000 Dollar im Schnitt. Die Republikaner haben verloren, die Demokraten sind über die Jahre immer vermögender geworden (mehr bei Zerohedge).

Während des Budget-Streits hatten Politiker aller Parteien betont, dass sie nichts tun würden, was die Börsen irritieren könnten. Die Eliten in Senat und Kongress gehören auch zu den Finanz-Eliten der Welt. Sie sind nicht die Super-Reichen, haben aber genug Vermögen, mit dem sie an den Börsen Geld verdienen können. Daher haben alle Politiker immer auf die Finanz-Märkte geschielt. Die Börsen waren während des ganzen Spektakels ruhig geblieben. Offenbar waren die Computerprogramme (Algos) auf Kompromiss programmiert.

Nun geht es in die Weihnachtsferien, bis zur nächsten Runde wird weiter gezockt.

Politik in Amerika: Das ist Dienst am Gemeinwohl in eigener Sache.

Am Donnerstag werden die Regierungs-Behörden die Arbeit wieder aufnehmen.

Schuldenfinanziert – wie immer.

Die 10 reichsten Mitglieder des Kongresses

1.) U.S. Rep. Darrell Issa, a Republican from California, reported a net worth of between $156.1 million and $451.1 million in 2010.

2.) U.S. Rep. Jane Harman, a Democrat from California, reported a net worth of between $151.5 million and $435.4 million in 2010.

3.) U.S. Sen. John Kerry, a Democrat from Massachusetts, reported a net worth of between $182.8 million and $294.9 million in 2010.

4.) U.S. Sen. Mark Warner, a Democrat from Virginia, reported a net worth of between $65.7 million and $283.1 million in 2010.

5.) U.S. Rep. Jared Polis, a Democrat from Colorado, reported a net worth of between $36.7 million and $285.1 million in 2010.

6.) U.S. Sen. Herb Kohl, a Democrat from Wisconsin, reported a net worth of between $89.4 million and $231.2 million in 2010.

7.) U.S. Rep. Vern Buchanan, a Republican from Florida, reported a net worth of as much as $366.2 million in 2010.

8.) U.S. Rep. Michael McCaul, a Republican from Texas, reported a net worth of between $73.7 million and $201.5 million in 2010.

9.) U.S. Sen. Jay Rockefeller, a Democrat from West Virginia, reported a net worth of between $61.4 million and $136.2 million in 2010.

10.) U.S. Sen. Dianne Feinstein, a Democrat from California, reported a net worth of between $46 million and $108.1 million in 2010.

Die reichsten Republikaner & Demokraten

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