„Weiße Nacht des Widerspruchs“: 30.000 Italiener demonstrieren gegen Regierung

In Rom sind am Samstag tausende Bürger auf die Straße gegangen, um gegen die geplanten Sparmaßnahmen der Regierung Letta zu protestieren. Viele Banken und Läden haben ihre Schaufenster verbarrikadiert. Zu Beginn der Demo wurden einigen Anarchisten Pflastersteine, Messer und Schlingen abgenommen.

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Die neuen Sparpläne der italienischen Regierung haben am Samstag zu einer Massen-Demonstration in Rom geführt. Die Demonstranten kommen aus Sozialeinrichtungen, Gewerkschaften, Kirche, Studenten-Gruppierungen und Migranten-Verbänden. Nach Angaben der Veranstalter sind 30.000 Teilnehmer erschienen, berichtet der Corriere della Sera. Sie trugen Spruchbänder mit der Aufschrift: „Unser Zorn richtet sich gegen Verarmung und Austerität“.

Zu Beginn des Protest-Marschs wurden 9 Anarchisten verhaftet, ihnen wurden Pflastersteine, Messer, Schlingen, Helme, Ketten und Vorhängeschlösser abgenommen.

Die Demonstranten wollen eine „Weiße Nacht des Widerspruchs“ veranstalten und fordern, dass es zu keinen weiteren Sparmaßnahmen durch die Regierung kommt.

Die Demonstration begann mit Verspätung, weil die Polizei bereits am Freitagabend einige Busse am Stadtrand von Rom aufgehalten hatte. Die Polizei kontrollierte die Teilnehmer besonders streng.

Die Regierung beschäftigt sich seit Freitag nach dem Rücktritt von Mario Monti als Chef seiner eigenen Partei mit sich selbst: Regierungskrise! (mehr hier).

Südtirol News berichtet am Abend, dass es zu Auschreitungen kam. Demonstranten sollen Molotow-Cocktails und Eier auf den Sitz des Wirtschaftsministerium geworfen haben. Es kam zu Festnahmen. Mehr in Kürze


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