Britische Notenbank verspricht mehr billiges Geld

Die großen Banken sind zufrieden mit dem neuen britischen Zentralbank-Chef Mark Carney. Der frühere Goldman-Banker will ihnen den Zugang zum billigen Geld erleichtern, falls sie in Probleme geraten. Damit ermutigt er die Banken, weitere Risiken einzugehen.

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Der Chef der britischen Zentralbank, Mark Carney, hat angekündigt, marode Banken mit mehr Liquidität auszustatten. Er folgt dem Beispiel der Federal Reserve und der EZB. Führende Banker haben dies begrüßt.

Carney sagte am Donnerstag, die Bank of England habe die Pflicht, „mit den Ereignissen Schritt zu halten“, zitiert ihn die FT. Die britische Zentralbank müsse bereit sein, den bedürftigen Banken mehr Geld zur Verfügung zu stellen.

Die Bank of England werde den Banken Geld über längere Zeiträume anbieten und eine größere Auswahl an Sicherheiten akzeptieren, und zwar „alle Vermögenswerte, deren Risiko wir einschätzen können“, so Carney. Zudem sollen die Kreditkosten gesenkt werden. Die billigen Kredite sollen auch für finanzielle Unternehmen zugänglich gemacht werden, die keine Banken sind.

Die Banken begrüßten Carneys Ankündigung, ihre Aktienkurse stiegen. Barclays sagte, der Vorstoß sei „eine positive Entwicklung“. Denn er senke die Notwendigkeit und die Kosten einer Liquiditätsreserve.

Die Politik des früheren Goldman-Banker Carney steht in krassem Widerspruch zur Politik seines Vorgängers Mervyn King. Dieser hatte argumentiert, dass die Banken zu massiven Risiken ermutigt würden, wenn man ihnen Liquidität zusichert, falls sie in Probleme geraten sollten. Der neue Zentralbank-Chef Carney, der seit Juli im Amt ist, teilt diese Sorge offenbar nicht.

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