Ammoniak aus der Luft als Treibstoff der Zukunft

Ein neues Verfahren produziert Ammoniak aus dem Wasserstoff und Stickstoff in der Luft. So könnten massiv Kosten eingespart werden, denn herkömmliche Verfahren benötigen extrem viel Energie.

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Die herkömmliche Ammoniak-Synthese ist sehr energieaufwendig und entsprechend teuer. (Screenshot: YouTube/BASF)

Die herkömmliche Ammoniak-Synthese ist sehr energieaufwendig und entsprechend teuer. (Screenshot: YouTube/BASF)

Ammoniak könnte der saubere Treibstoff der Zukunft sein. Ein US-Ingenieur hat ein Verfahren zu dessen Herstellung entwickelt, das deutlich weniger Energie benötigt.

Bisher wird Ammoniak hergestellt, indem man Erdgas oder Kohle als Wasserstoffquelle erhitzt und dann mit Stickstoff aus der Atmosphäre reagieren lässt. Dieser herkömmliche Prozess benötigt extrem viel Energie und erzeugt mehr als eine Milliarde Tonnen Kohlendioxid pro Jahr.

Nun hat der Ingenieur John Holbrook ein alternatives Verfahren der Ammoniak-Synthese entwickelt, berichtet NewScientist. Anstatt fossile Brennstoffe zu erhitzen, zieht Holbrooks Methode den Wasserstoff mittels einer geladenen Membran aus der Luftfeuchtigkeit und lässt ihn dann mit Stickstoff reagieren.

Die nötige elektrische Energie soll aus Windkraftwerken stammen. Wenn es dort zu überflüssigen Kapazitäten kommt, sollen diese zur Ammoniakherstellung verwendet werden. Das Ammoniak dient somit als Speicher für Windenergie. Es kann bis zur späteren Verbrennung leicht gelagert und transportiert werden.

Holbrooks Verfahren könnte ein großer Schritt in Richtung saubere Energie sein, sagt der frühere BP-Manager Steve Wittrig. „Es gibt unbegrenzt Stickstoff in der Luft und unbegrenzt Wasser.“ Das Verfahren könne sich zu einer weltweit genutzten Technologie entwickeln.

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